Der Euro wird mit jedem Tag mehr zum Verhängnis für Europa, wirtschaftlich wie politisch. Wann endlich werden...
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12 KommentareEs gibt immer Gewinner und Verlierer. Der Arbeitsmarkt ist ein Abbild der innovationsfähigkeit einer Gesellschaft in allen belangen. Solange wir unsere Kinder nicht zu selbständige Menschen erziehen, solange wir die abhängige beschäftigung als Erfolgsmodell anpreisen, solange werden wir in Deutschland stagnieren und einen schleichenden Veränderungsprozess durchlaufen. Die Arbeitslosigkeit ist somit nur ein Ausdruck unserer Zukunftsangst und Obrigkeitshörigkeit. Daher ist es auch gut, dass wir durch die Globalisierung gezwungen sind, unsere Gesellschaft neu zu erfinden und uns vom Alten Erfolgsmodell der industriegesellschaft zu verabschieden. Entrepreneurship ist hierbei ein möglicher Weg, um Neues zu schaffen und Menschen eine Perspektive zu eröffnen. Wenn wir anfangen, unser bildungssystem von grundauf zu ändern, wenn wir zulassen, dass die uns beschämende Arbeitslosigkeit ein wertvolles Mittel zur Erneuerung unserer Selbst ist, dann werden wir eine Denk- und Handlungsweise ermöglichen, die unseren Wohlstand mehren wird und jeden in unserer Gesellschaft eine wirkliche Lebensperspektive bietet. Und wenn wir Alle dann auf eigenen Füßen stehen gelernt haben, dann wird vielleicht ein bedingungsloses Grundeinkommen nur ein weiterer Schritt hin zur Erneuerung und Zukunftsfähigkeit sein.
Hinter den Kulissen herrscht Morbidität. ich hatte einmal das zweifelhafte Vergnügen, hinter die Kulissen solcher Anbieter schauen zu dürfen, worauf ich ein Geschäftsmodell entwickelte, um die Abhängigkeit vom Staat zu überwinden. Zu allseitigem Vorteil sollte mit der Privatwirtschaft kooperiert werden. Neue Arbeitsplätze hätten entstehen können. Das wäre ein profitabler Selbstläufer geworden, doch das war nicht erwünscht. Statt seiner bot man mir einen Job an: Seminarleiter für bewerbungstrainig. ich lehnte ab.
Realist und Flachländer bringen es auf den Punkt. Eine unfähige und damit untätige Politik interessiert keine Veränderung des status quo.
Die schnellste Art, keinen Job zu bekommen, ist zu einer Arbeitsagentur zu gehen und mit Nachdruck einen Job verlangen, von dem man über-/leben kann. Dann kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus: Da haben die keinen einzigen vernünftigen an zu bieten. Und wer dennoch zu einem Arbeitgeber vordringt, wird sich wundern, wie er da erpresst wird!
Solange Arbeit sich nicht so lohnt, dass es die Menschen geradezu zu dieser drängt, solange man den Sack (Hartz iV-/Sozialhilfeempfänger) schlägt und die Esel (korrupte Arbeitgeber, Sklavenhalter a la Schlecker) meint und denen noch die Wiese mäht, solange der Wähler dieses Politikerpack nicht in die Wüse wählt - solange geht's hier weiter bergab.
Das System gehört von Grund auf neu angelegt. Mutti Merkel wird's aber auch nicht richten. Zumindest das ist zementiert.
Wenn Deutschlaraffenland sich diesen Unsinn noch leisten kann, ist ja alles gut. Die Verschwendung unserer Humanressourcen tut aber weh, auch wenn es anderen Laendern noch schlechter geht.
Hatte da nicht eine kleinere Partei ein fabelhaftes Rezept, negative Einkommensteuer oder so, mit der man jede Menge buerokratismus einsparen koennte?
@ Realist
Sie haben hier einiges auf den Punkt gebracht und die m.E. absolut richtigen Schlüsse gezogen. Nur stellt sich die Frage ob ein bedingungsloses Grundeinkommen erst die Folge eines Umdenkprozesses ist, oder nicht vorab eine Voraussetzung zur Erneuerung. Vieleicht sollte ein "aktivierendes" bedingungsloses Grundeinkommen ein Einstieg sein. Aktivierend in so fern, als dass das Grundeinkommen mit Fortschreitender bildungs / Ausbildungszeit erhöht wird. Heute ist bildung ein Kostenfaktor für den Auszubildenden. Eine Umkehr, Schulgeld erhalten, könnte ein Lösungsansatz sein.
@ Erik Völter
Das Problem ist doch, solange die Menschen vorab noch nicht wissen, wie sie leben und arbeiten würden, wenn sie plötzlich ein bedingungsloses Grundeinkommen zur Verfügung haben, würde Alles im Chaos enden und die Skeptiker recht geben. Es ist nun mal so, dass man erst die notwendigen Denk- und Handlungsweisen ändern muss, um in einem zweiten Schritt die Rahmenbedingungen abzuändern, aber dafür bedarf es vorab viele Anstrengungen. Es wird sich somit nie etwas ändern, wenn die Menschen nicht zu träumen beginnen, wie die Welt von Morgen aussehen könnte. Aber wenn die Menschen vorab sich ändern und auf eigenen Füßen stehen gelernt haben, wenn ihnen egal ist, ob sie morgen arbeitslos sind oder nicht, dann wird es interessant für unsere Gesellschaft, denn dann sind wir bereit um die notwendigen Änderungen durchzuführen, indem wir die Vertreter wählen, die die notwendigen bedingungen schaffen. Aber Alles muss vorab Einzug halten, auch die Einigkeit untereinander, solange das nicht gegeben ist, werden die Kräfte innerhalb der Gesellschaft obsiegen, die aufgrund ihrer eigenen Starrheit und blindheit am Status Quo num Nachteil Aller festhalten.
Endlich mal eine boom-branche in Deutschland! Transfergesellschaften, Schulungsunternehmen, private Arbeitsvermittler - wer sagt es denn, daß man mit Arbeitslosigkeit kein Geld verdienen kann? Dazu kommen noch weitere Wachstumszweige wie Pfandhäuser, insolvenzverwalter, Schuldnerberater und Gerichtsvollzieher. Hier werden noch Jobs geschaffen! Mit diesem Lande geht es voran!
"Was erlauben Schneider" ?, möchte man fragen, wenn man seine Ausführungen liest. Die Untersuchung bezieht sich auf einen beobachtungszeitraum von 2003 - 2006. Seit 2006 wiederholt Herr Schneider seine These, dass es keinen beleg für eine bessere Vermittlung durch Transfergesellschaften als durch die Agenturen gäbe und sie deshalb überflüssig seien. Diese These hat Herr Schneider 2006 selbst unter den Vorbehalt der Kurzfristbetrachtung gestellt, denn, so Schneider, um solide Aussagen treffen zu können bräuchte man einen beobachtungszeitraum von 4 Jahren. Doch seit 4 Jahren ist forschungsseitig nichts passiert bis auf die gebetsmühlenhafte Wiederholung der Vorbehaltsthesen. Fazit, wenn die Transfergesellschaften die gleichen Qualitätsmaßstäbe an ihre Arbeit hätten, wie Herr Schneider an die Verbreitung seiner Vorbehaltsthesen, dann - gute Nacht. Forschung und Transfer : Flasche leer.Siegfried backes, Autor und Herausgeber des buches "Transfergesellschaften" , Saarbrücken 2009"Was erlauben Schneider" ?, möchte man fragen, wenn man seine Ausführungen liest. Die Untersuchung bezieht sich auf einen beobachtungszeitraum von 2003 - 2006. Seit 2006 wiederholt Herr Schneider seine These, dass es keinen beleg für eine bessere Vermittlung durch Transfergesellschaften als durch die Agenturen gäbe und sie deshalb überflüssig seien. Diese These hat Herr Schneider 2006 selbst unter den Vorbehalt der Kurzfristbetrachtung gestellt, denn, so Schneider, um solide Aussagen treffen zu können bräuchte man einen beobachtungszeitraum von 4 Jahren. Doch seit 4 Jahren ist forschungsseitig nichts passiert bis auf die gebetsmühlenhafte Wiederholung der Vorbehaltsthesen. Fazit, wenn die Transfergesellschaften die gleichen Qualitätsmaßstäbe an ihre Arbeit hätten, wie Herr Schneider an die Verbreitung seiner Vorbehaltsthesen, dann - gute Nacht. Forschung und Transfer : Flasche leer.Siegfried backes, Autor und Hrsg. des buches "Transfergesellschaften" , Saarbrücken 2009
in Wirklichkeit kein Problem: Ein bewerungssystem entwickeln, die benotung durch die Teilnehmer einfliessen lassen und Ergebnisse im internet veröffentlichen.
Mit Restaurants, Hotels oder Krankenhäusern ist es bereits möglich. Es fehlt in der Weiterbildung, weil der betrug offensichtlich vom Staat gewollt ist.
Ein guter Artikel. Die Schulungsbranche muss diese Opportunität wahrnehmen, weil sie da ist (so ist nun mal das Wirtschaftsleben). Das ist den Entscheidern völlig klar (und sie profitieren davon häufig genug direkt oder indirekt). Der Sozialstaat ist keine Einladung zum Mißbrauch - er ist ein befehl dazu. Unternehmen, die nicht die idiotischen Subventionen (einmal direkt bei Verantvortlichen für jeweilige Subventionstöpfe anrufen und sich anhören, was sie sagen -sehr lehrreich) in Anspruch nehmen, sind massiv im Nachteil. Der Staat schafft eine sinnlose Nachfrage, der sinnlose Angebote folgen, die zu sinnlosen Pseudoleistungen führen (z.b. dümmliche Schulungen). Lösung? Staatsquote auf 25% senken. Einfach? Ja. Politisch korrekt? Nein. Fazit?
Der Euro wird mit jedem Tag mehr zum Verhängnis für Europa, wirtschaftlich wie politisch. Wann endlich werden...
Kommentare zu: Das Geschäft mit der Arbeitslosigkeit
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