Arbeitsmarkt: Europäische Fußballclubs gegen 6+5-Regel der Fifa

Arbeitsmarkt: Europäische Fußballclubs gegen 6+5-Regel der Fifa

Der Bayern-München-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat die von der Fifa geplante Ausländerquote im Fußball scharf kritisiert.

„Das wäre ein nicht unerheblicher Eingriff in den Markt“, sagt Rummenigge, der als Vorsitzender der europäischen Fußballclubvereinigung (ECA) derzeit die 137 führenden Fußballteams in Europa vertritt, der WirtschaftsWoche. Der Weltfußballverband Fifa will ab der Saison 2010/2011 schrittweise eine sogenannte 6+5 Regel einführen, wonach bei Spielbeginn sechs Spieler auf dem Platz stehen müssen, die für die Nationalmannschaft des jeweiligen Landes spielberechtigt sind. Dadurch sollen einheimische Spieler stärker gefördert werden. Der Deutsche Fußballbund (DFB) unterstützt wie die große Mehrheit der Fifa-Mitglieder die Einführung der 6+5-Regel.

Rummenigge trifft sich in der kommenden Woche mit Fifa-Chef Joseph Blatter, um die Bedenken der Clubs vorzubringen. Der ECA-Chef sucht einen Kompromiss, um jahrelange Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden: „Die britische Premier League hat angekündigt, dass sie juristisch Sturm laufen wird.“ Allerdings sieht Rummenigge Rückenwind für die Position der Clubs durch die EU: „Bei meinen Gesprächen mit Sportkommissar Jan Figel und Sozialkommissar Vladimir Spidla bekam ich die klare Auskunft, dass die Regel nicht mit EU-Recht vereinbar wäre.“

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Die EU-Kommission hält Quoten im Fußball für eine Form der Diskriminierung und stützt sich dabei auf das Bosman-Urteil des Europäischen Gerichtshofs. Damals wurde bestätigt, dass auch Fußballer wie Arbeitnehmer zu behandeln sind. An diesem Dienstag treffen sich Fifa-Vertreter in Brüssel mit Beamten der EU-Kommission, um für die 6+5 Regel zu werben.

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