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Kommentare zu: Hassobjekt Hartz IV ist ein Erfolgsmodell

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9 Kommentare
  • 16.08.2012, 07:22 UhrHartz

    die Mittel für Weiterbildung sanken von ca. 9 Mrd. um 2000 auf nur noch ca. 1,9 Mrd. Euro lt. Böckler Institut.

    374 Euro decken nicht mehr den aktuallen Lebenserhaltungsbedarf aufgrund Kostensteigerungen und nicht das Existenzminimum. Das Lohnabstandsgebot wurde durch Niedrigstlöhne sowieso konterkarriert - die Antwort darauf kann aber nicht sein, unterhalb des Existenzminimums Hartz zu gewähren, so dass Leute sich aus Mülleimern zusätzlich ernähren.

    die Lebensmitteltafeln erinnern an die DDR: früher musste man auch für Bananen anstehen. Damals waren die aber wenigstens frischer!

    die dänische Flexicurity läuft ganz anders. Hier bekommt man jedwede Weiterbildung und Qualifizierung bezahlt bei zunächst hohem ALG. Meines Wissens ist es sogar möglich das studentische Grundeinkommen zu erhalten um dann ersatzweise Bildung in Anspruch zu nehmen.

    es gibt auch eine zweckgebundene Ausbildungsabgabe, die viele Maßnahmen mitfinanziert für jüngere Leute.

    das deutsche System lässt die Leute jahrelang als Hilfsempfänger und kommt maximal mit PC-Schulungen für Informatiker. Brauchbare Weiterbildung hat man oft gar nicht bekommen oder die Leute zu einseitig ausgebildet, in dem jeder nur die billigsten Staplerscheine mitbekam.

    und einen Beruf in DE zu wechseln (Umschulungen etc.) ist schwerer als anderswo. Hier wird man manchmal in Berufen festzementiert wie in Kasten.

  • 16.08.2012, 10:21 UhrKarl_Martell

    Schäbig!
    Ich denke Schickelgruber hätte Hassobjekt Dachau auch als Erfolgsmodell tituliert..

  • 16.08.2012, 10:36 UhrPaul

    Hartz ist das Gegenteil einer Erfolgsstory. Hier wurde die Arbeitnehmerschaft kollektiv in Haftung genommen. Selbst Beschäftigte mit langen Erwerbsleben werden nach einer Schamfrist auf Hartz IV runtergeputzt, gleich einem, der nie gearbeitet hat. Leiharbeitsexcesse? 1 € Jobs? Alles kein Problem, oder? Jobwunder? Super, bei den Arbeitsverhältnissen. Wie wäre es, wenn die Fans dieser Reform die eigene Medizin probieren würden. Ach ja richtig, brauchen sie nicht, sind ja mit lupenreinen Unternehmen verbandelt. Mit Verlaub, zum Kotzen. Ach, übrigens, ich gehöre zu den Besserverdienenden.

  • 16.08.2012, 18:08 Uhrjunker120

    Hassobjekt Hartz IV ist ein Erfolgsmodell

    Einer meiner, weibl. 52 Jahre alt, ledig, seit 25 Jahren seit meiner Umschulung als Bürokauffrau, nun seit 1 Jahr arbeitssuchen und voll in der Maschine HARTZ 4 drin, kann nur das Gegenteil von Erfolg vermelden.
    Hartz 4 für mich als ältere Arbeitslose ist der soziale Abstieg schlecht hin. Ich darf garnicht an meine Rente denken, da wird mir noch mehr Angst und Bang.
    Durch Hartz4 werde ich mit wirklich Arbeitsunwilligen über eine Kamm geschert. Aussage von Berufstätigen: Schläft bis mittags, sauft, die bekommen immer noch zuviel Geld, sollten doch für einen Euro arbeiten gehn.
    Ich selber weiß bald nicht mehr weiter. Soll bis 69 arbeiten aber keiner will mir eine Chance geben um wieder sozial Mitreden zu können.
    ZB. Nach einer Bandscheiben OP soll ich mich in einem fitnesscenter
    aktiv um meine Muskulatur unter Anletung kümmern. Aber mit 357 € ist mir das nicht möglich.
    Für mich ist Hartz4 wirklich.

  • 17.08.2012, 05:32 UhrJoR

    Dies ein Erfolgsmodell zu nennen, ist ein Hohn für diejenigen, die in diesem System verfangen sind. Da kann die Führung nur hoffen, dass das Volk nicht eines Tages aufwacht und merkt wie verheerend sich Hartz4 nach schon 1-jähriger Arbeitslosigkeit auswirkt.Dann heißt es sich nackig machen. Auch für vorher anständige Arbeitnehmer, selbst Banker werden es zu spüren bekommen. Der Tag wird kommen. Aber leben wir halt noch eine Weile in unserem Rosa Luftschloss und bedauern nur die anderen.

    • 17.08.2012, 10:11 UhrSWILHEL

      Lieber User, für Miseren von Menschen welche in Hartz4 leben, sind nicht nur immer andere bzw. das arbeitende Volk schuld. Wenn meine Vorfahren nach dem zweiten Weltkrieg nur gejammert hätten und die Schuld für Armut anderen gegeben hätten, wären sie heute noch immer arm. Vielleicht sollten die Hartz4´ler mal wie meine Vorfahren die Pobacken zusammen kneifen und etwas aus ihrem Leben machen. Die Familien sind ja nicht mal in der Lage für ihre Kinder die Gutscheine für Freizeitaktivitäten von den Ämtern abzuholen.

  • 17.08.2012, 09:45 UhrFrank37

    Harz IV ist und bleibt eine der größten Frechheiten die die Regierung verbockt hat.
    Zeitarbeitsfirmen = moderne Sklaverei.

    • 17.08.2012, 10:06 UhrSWILHEL

      Ist es dann besser wenn diese Menschen auf Kosten der Steuerzahler nur zu Hause herumsitzen und fürs nichts tun Geld bekommen? Wollen sie dann mehr von ihrem Einkommen für Hartz4 Empfänger abgeben?

  • 21.08.2012, 10:43 UhrSven36

    Es ist bitter - aber die Realität. Die stärkeren menschlichen Triebfedern sind nicht Freude und Müßiggang, sondern Neid und Unwohlsein. Genau da setzt Hartz IV an. Es ist und bleibt aber richtig, die Verantwortung für das eigene Wohl auch beim Individuum zu belassen. Die Trägheit und die Mentalität des Abschiebens jeglicher Selbstverantwortung auf andere darf nicht länger von der Allgemeinheit gefördert werden. Selbstverständlich bleibt die Hilfe zu Selbsthilfe bestehen. Bevor Hartz IV greift, gibt es immernoch ein Jahr lang Arbeitslosengeld - das sich am vorherigen Einkommen orientiert!

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