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Arbeitsmarkt: Neuer Streit um Zeitarbeit

In der Koalition bahnt sich neuer Streit um die Zeitarbeit an. Von der Leyen soll Nachzahlungen in der Branche verhindern.

Schriftlich hat die FDP-Fraktion Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) aufgefordert, die Branche vor Insolvenzen zu schützen. Tausenden Unternehmen drohten nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichtes Nachzahlungen für die Sozialversicherung ihrer Beschäftigten, warnt die FDP.

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Im Dezember hatten die Richter entschieden, dass die Spitzenorganisation der Christlichen Gewerkschaften (CGZP) keine Tarifverträge abschließen darf. Alle Löhne, die die CGZP mit dem mittelständischen Arbeitgeberverband AMP ausgehandelt hat, wurden ungültig. Die betroffenen Zeitarbeiter müssen genauso bezahlt werden wie die Stammbeschäftigten, die in der Regel mehr verdienen.

Die Sozialversicherungsträger gehen davon aus, dass das Urteil sogar rückwirkend gilt. Sie haben alle Unternehmen mit CGZP-Tarifvertrag aufgefordert, die Sozialbeiträge der Beschäftigten für die letzten fünf Jahre neu zu ermitteln und die Differenz nachzuzahlen. Bis Ende Mai haben die Unternehmen dafür Zeit.

Die FDP bezweifelt, dass das Urteil tatsächlich rückwirkend gilt. In ihrem Brief fordern die Liberalen von der Leyen auf, „gesetzliche Möglichkeiten“ zu prüfen, um die Nachzahlungen auszuschließen. Sonst wären „ potenziell Hunderttausende von Beschäftigten und Tausende von Unternehmen“ betroffen. Der Zeitarbeitsbranche drohe „eine Welle an Insolvenzen“. Verfasser des Briefes sind der stellvertretende Fraktionschef Heinrich Kolb, der rechtspolitische Sprecher Marco Buschmann und der Arbeitsmarktexperte Johannes Vogel. Von der Leyen hat noch nicht geantwortet. Ihr Ministerium erklärte allerdings, es sähe keinen Handlungsbedarf. Bei erheblichen Härten könnten Unternehmen die Zahlung der Sozialversicherungsbeiträge stunden lassen.

31 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 03.06.2011, 00:07 UhrAnonymer Benutzer: bernd stelter

    Stress mit dem Amt oder einer ZAF?
    www.chefduzen.de

  • 02.06.2011, 15:10 UhrAnonymer Benutzer: Artur Engel

    Die aller Meisten die solche Arbeitsverträge unterschrieben haben, haben dieses unter Druck getan. Auch wenn mann weis was mann da unterschreibt ist bei vielen die Angst vom Amt Sanktionen zu bekommen sehr groß.
    ich bin seid Anfang dieses Jahres arbeitslos bin Elektriker und bekomme vom Amt wochentlich Stellenangebote ausschlieslich von Leihfirmen für 8,40€/h. beim Vorstellungsgespräch wird dann gesagt mann bekommt grundsetzlich nur einen Arbeitsvertrag als Helfer für 6,35€/h. Also Arbeit als Elektriker 8,40 Urlaub, Feiertag, Krank oder andere Arbeit 6,35 und dafür auch noch nach möglichkeit auf eigene Kosten 150km täglich fahren.
    Selbst wenn ich unterschreibe und anschliesend denn Tarieflohn von 9,06€/h einklage ist dies sehr wenig Geld wenn mann 40h die Woche arbeitet aber nur 35h bezahlt bekommt.

  • 28.05.2011, 13:54 UhrAnonymer Benutzer: le coc

    Komisch finde ich das schon, dass ein Mitarbeiter einen Arbeitsvertrag zu offensichtlichen Konditionen unterschreibt und ihn nun rückwirkend anfechten kann. Vertrag wäre für mich immer Vertrag. Keiner hätte sich schließlich darauf einlassen müssen.

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