Kommentare zu: "Transfergesellschaften sind Geldverschwendung"

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11 Kommentare
  • 23.01.2010, 15:13 UhrAnonymer Benutzer: Arbeitsloser

    Wer hätte das gedacht, dass dieser ganze Maßnahmen-Wahnsinn nicht der effektiven Weiterbildung von Arbeitslosen dient, sondern mal wieder für lukrative Geschäfte für bestimmte Gruppierungen sorgt? ;-)

    immerhin wird die Problematik mal thematisiert. Noch schöner wäre es natürlich, wenn diese riesige Summe von über 2 Mrd. Euro sinnvoller zur bekämpfung von Arbeitslosigkeit verwendet würde, aber dass werden die Lobbyisten schon zu verhindern wissen.

  • 23.01.2010, 19:06 UhrAnonymer Benutzer: BeraterX

    Out-Placement für leitende Angestellte und Top-Führungskräfte funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip. Der Gefeuerte bekommt mit dem vom Unternehmen bezahlten Out-Placement ein kleines balsam-Mittelchen und erkauft sich eine "gutes Gewissen", denn es tut ja etwas für den Entsorgten. in einigen Ländern blüht dieses Geschäft, auch weil Gewerkschaften dadurch bei Kündigungen milde gestimmt werden sollen. Arbeitsplätze schafft dies natürlich nicht, und aus näherer beobachtung kann ich sagen, dass Out-Pacementkunden meistens nicht durch die Out-Placement-berater einen neuen Job fanden, sondern durch Eigeniniative. Und was Weiterbildung angeht, so ist zu bemerken, dass deutsche Arbeitnehmer in der Regel gut ausgebildet sind. Aber wo keine Arbeit ist, da hilft auch die beste bildung nicht.

  • 25.01.2010, 16:10 UhrAnonymer Benutzer: MeisterA.

    ich kann der Meinung von Herrn Schneider nur beipflichten.
    Aus eigener praktischer Erfahrung als Mitarbeiter eines bildungsunternehmens weiss ich, dass die Qualität der bildung nicht die beste ist. Aber in einem Markt der abgeschottet vor sich her dümpelt und politische interesse die größte Rolle spielen, "hackt die eine Krähe der anderen kein Auge aus". Auch habe ich mit erleben dürfen wie Gewerkschaften auf diesem Gebiet mit unverdrossenem Einfluss versuchen hier staatliche Förderungen zu erhalten um die bildungsunternehmen weiter im Spiel zu lassen.
    Trauiges Spektakel in Deutschland! Aber so ist es und keiner will es hören.

  • 26.01.2010, 22:37 UhrAnonymer Benutzer: TG_OS

    @Arbeitsloser; Welche Vorschlähe hätten Sie zum sinnvollen Einsatz der 2 Milliarden Euro zur bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Was sollte man konkret tun?

  • 28.01.2010, 13:37 UhrAnonymer Benutzer: wesergw-shg

    ich muss meinen Vorkommentatoren zustimmen
    welches gewollte Ergebnis sollten eigentlich die Transfergesellschaften erzielen ?,
    welcher messbarer Erfolg wurde oder wird erzielt ?,
    Außer großen Spesen nicht viel verwertbares gewesen,
    Wunsch und Wirklichkeit liegen weit auseinander,
    alles nur eine zusätzliche Steuergeldverschwendung die sinnvoller eingesetzt werden könnte, es ist nur eine sprudelnde Geldquelle für die initiatoren und den Apparat
    der Transfergesellschaften die Hauptsächlich die Gewinner sind und den "Rahm" abschöpfen.

  • 28.01.2010, 16:18 UhrAnonymer Benutzer: Siegfried Backes

    "Was erlauben Schneider" ?, möchte man fragen, wenn man seine Ausführungen liest. Die Untersuchung bezieht sich auf einen beobachtungszeitraum von 2003 - 2006. Seit 2006 wiederholt Herr Schneider seine These, dass es keinen beleg für eine bessere Vermittlung durch Transfergesellschaften als durch die Agenturen gäbe und sie deshalb überflüssig seien. Diese These hat Herr Schneider 2006 selbst unter den Vorbehalt der Kurzfristbetrachtung gestellt, denn, so Schneider, um solide Aussagen treffen zu können bräuchte man einen beobachtungszeitraum von 4 Jahren. Doch seit 4 Jahren ist forschungsseitig nichts passiert bis auf die gebetsmühlenhafte Wiederholung der Vorbehaltsthesen.
    Fazit, wenn die Transfergesellschaften die gleichen Qualitätsmaßstäbe an ihre Arbeit hätten, wie Herr Schneider an die Verbreitung seiner Vorbehaltsthesen, dann - gute Nacht. Forschung und Transfer : Flasche leer.
    Siegfried backes, Autor und Herausgeber des buches "Transfergesellschaften" , Saarbrücken 2009

  • 28.01.2010, 17:20 UhrAnonymer Benutzer: Arnold Kratz

    ich kann Siegfried backes nur zustimmen. Die iZA-Studie zu den "Transferleistungen" hat wenig Aussagekraft, da nach eigenen Angaben die Datenbasis für die Untersuchung viel zu klein war. ich begleite seit über 10 Jahren Transfergesellschaften in NRW und habe die Erfahrung gemacht, dass sie sehr wohl effektiv und erfolgreich arbeiten. Eine Voraussetzung dafür ist, dass die Dienstleistung qualitativ hochwertig ist. ich kann nicht glauben, dass ein Vermittler einer Arbeitsagentur der 400 - 500 Menschen betreuen muss, genauso gute Ergebnisse erzielen kann wie ein Transferberater, der mit max. 50 Personen in der beratung arbeitet. Transfergesellschaften werden zudem zu rund 50 % durch die entlassenden Unternehmen mit finanziert. Sie sind eine sinnvolle Alternative zur Arbeitslosigkeit, wenn sie vernünftig durchgeführt werden.

    Arnold Kratz, berater bei der Landesberatungsgesellschaft G.i.b. in bottrop, NRW.

  • 17.08.2010, 13:53 UhrAnonymer Benutzer: mickaela

    Transfergesellschaften könnte man auch als "Maßnahmenträger" bezeichnen. Wenn der deutsche Steuerzahler wüßte, wieviel Geld hier unnütz verbraten wird, ginge er auf die barrikaden. Aber wenn man im eigentlichen Sozialbereich schon kein Geld mehr hat, dies dafür im Ausland umso freizügiger hinauswirft, braucht sich keiner mehr zu wundern...

  • 24.08.2010, 00:35 UhrAnonymer Benutzer: prosecco

    bin zur zeit noch in einer transfergesellschaften....habe anfang vom jahr eine weiterbildung gemacht....super.....und das war es!!!!!!
    eine weiterbildung von 4 wochen, mehr gibt es nicht, wobei andere kollegen nichts in anspruch genommen haben!!!!was wird mit dem geld????eine zweite weiterbildung habe ich selber bezahlt....frage mich jetzt natürlich, warum kann das geld was kolllegen nicht für weiterbildung in anspruch genommen habe, unter anderen die gerne noch was machen würden, aufgeteilt werden.......!!!!????

  • 22.11.2010, 09:22 UhrAnonymer Benutzer: ex Arbeiter

    ich bin seit 01.10.in der TransferGesellschaft Küste.ich und weit über 50% meiner Kollegen hätten sich anders entschieden und ihre Kündigungsfrist genommen wenn wir gewusst hätten was uns dort erwartet.Ausser Staplerschein und sinnlose EDV Lehrgänge wird sich dort nichts abspielen.Scheint wohl wirklich so zu sein das sich die iG Metall und die Transfergesellschaft die Kohle teilt am Ende der Massnahme

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