Arbeitsmarktpolitik: HWWI-Chef gegen Abschaffung der Agenda 2010

Arbeitsmarktpolitik: HWWI-Chef gegen Abschaffung der Agenda 2010

, aktualisiert 27. Februar 2017, 11:40 Uhr
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Man könne Globalisierung nicht einfach für mehr soziale Gerechtigkeit eintauschen, sagt Henning Vöpel vom Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut.

Quelle:Handelsblatt Online

Der SPD-Kanzlerkandidat Schulz fordert, die Agenda 2010 teilweise zurückzunehmen. Henning Vöpel, Chef des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut, hält das für falsch. Er will die Agenda stattdessen weiterentwickeln.

HamburgDas Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) warnt den SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz vor einer teilweisen Rücknahme der Reform-„Agenda 2010“. „Im Gegenteil: Wir müssen sie heute, da wir vor dem demografischen Wandel und der digitalen Transformation stehen, weiterentwickeln angesichts der Herausforderungen der Zukunft“, schreibt HWWI-Chef Henning Vöpel in einem am Montag veröffentlichten Standpunktepapier des Instituts. Zu glauben, man könne Globalisierung für mehr soziale Gerechtigkeit einfach eintauschen, wäre eine gefährliche Illusion.

„Gleichwohl fängt die Politik wieder an, zu suggerieren, man könne Einkommensverteilung, Wachstum und Beschäftigung frei und unabhängig voneinander wählen“, schreibt Vöpel in seinem Kommentar.

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Statische Umverteilungspolitik aber würde die Wachstums- und Innovationskräfte lähmen. Zentral sei dagegen die Aktivierung des Dreiklangs aus Bildungs-, Arbeitsmarkt und Steuerpolitik, um das unerfüllte Versprechen von gerechtem Wohlstand für alle zu erneuern.

Quelle:  Handelsblatt Online
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