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ARD-Deutschlandtrend: Brüderle büßt Wählergunst ein - nur Rösler noch unbeliebter

Die Sexismus-Debatte schlägt sich negativ in den Umfragewerten nieder: Das FDP-Führungsduo aus Fraktionschef Rainer Brüderle und Parteichef Philipp Rösler fällt bei den Wählern durch.

Die Anhänger dieser Partei würde wahrscheinlich diese Wahlkabinen nicht betreten - es ist die Partei der Nichtwähler. 18,5 Prozent der Nichtwähler verdienen weniger als 1.000 Euro pro Monat. Auch in der Einkommensgruppen über 2.500 pro Monat finden sich immer noch 26 Prozent der Nichtwählerpartei.

Quelle: Abteilung Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie der Universität Leipzig

Bild: REUTERS

FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle hat infolge der Sexismus-Debatte bei den Bürgern erheblich an Popularität eingebüßt. Im ARD-Deutschlandtrend verlor der Spitzenkandidat der Liberalen für den Bundestagswahlkampf im Vergleich zu Anfang Januar neun Punkte und kommt nur noch auf eine Zustimmung von 28 Prozent. Er liegt aber weiter vor FDP-Chef Philipp Rösler, mit dessen Arbeit 22 Prozent der Deutschen zufrieden sind. Rösler bleibt damit das Schlusslicht der abgefragten Politiker.

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Die Kampagne des "Stern" hat eine wirre und abwegige Diskussion ausgelöst. Die Spielzeugdebatte um ein Dirndl, einen Busenblick und eine Tanzkarte diskriminiert die wirklichen Opfer sexueller Gewalt.

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Mit 51 Prozent ist eine Mehrheit der Deutschen der Ansicht, mit dem neuen Spitzen-Duo aus Rösler und Brüderle hätten sich die Wahlchancen der FDP eher verschlechtert. 32 Prozent meinen, die Chancen hätten sich verbessert. 46 Prozent glauben, dass das Führungsduo bis zur Bundestagswahl halten wird. 49 Prozent erwarten dies nicht. In der sogenannten Sonntagsfrage verliert die Union im Vergleich zur Vorwoche zwei Punkte und erreicht 40 Prozent. Die SPD bleibt bei 27 Prozent. Die FDP verharrt bei vier Prozent und würde damit nicht wieder in den Bundestag einziehen. Die Grünen können einen Punkt auf 15 Prozent zulegen. Die Linken bleiben bei sechs Prozent. Die Piraten liegen bei vier Prozent. Für die Sonntagsfrage hat das Institut Infratest dimap im Auftrag der "Tagesthemen" von Montag bis Mittwoch 1507 Wahlberechtigte befragt.

Merkel baut ihre Popularität weiter aus

An der Spitze der beliebtesten Politiker steht weiterhin Bundeskanzlerin Angela Merkel. Mit ihrer Arbeit sind 71 Prozent der Deutschen zufrieden. Dies sind sechs Punkte mehr als Anfang Januar. Es ist zudem der beste Wert für die CDU-Chefin seit September 2009. Auf dem zweiten Platz folgt Finanzminister Wolfgang Schäuble mit einer Zustimmung von 63 Prozent. Den dritten Platz teilen sich die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Verteidigungsminister Thomas de Maiziere.

Mit einem unrasierten Spitzenkandidaten geht die FDP in den Wahlkampf für die Landtagswahl am 13. Mai 2012. Die FDP setzt in NRW auf landespolitische Themen. In der Vergangenheit war das nicht immer so.

Bild: dpa

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück kommt nur auf eine Zustimmung von 37 Prozent und schneidet damit schlechter ab als SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier (53 Prozent), Außenminister Guido Westerwelle (46 Prozent), SPD-Chef Sigmar Gabriel (42 Prozent) sowie weiteren Spitzenpolitikern. Wenn die Deutschen den Bundeskanzler direkt wählen könnten, würden sich der Umfrage zufolge 59 Prozent für Merkel und nur 28 Prozent für Steinbrück entscheiden.

4 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 02.02.2013, 16:07 UhrMargrit

    Da hat man doch erreicht, was man wohl wollte.
    Brüderle bzw. die FDP platt machen
    Ein dümmlicher Artikel, der nicht bewiesen ist von einer offenbar 3.klassigen Journalistin, die einen Handkuss bereits als sexistisch empfindet, zur rechten Zeit, wahrscheinlich sogar auf Bestellung, und schon wird man die FDP los.
    Erinnert so an die Kampagne gegen Wulff. Der mußte ja auch nicht gehen, wegen des Hauskredits. Sondern der wahre Grund bei Wulff war ja seine Lindauer Rede. Da wußte Merkel. er wird den ESM-Vertrag nicht unterschreiben.
    Ergo mußte er weg.
    Wenn das die neue Form in Deutschland ist, eine Partei oder Personen via Presse auf Bestellung platt zu machen, na dann sind wir aber wieder in ganz dunklen Zeiten angekommen

  • 01.02.2013, 12:46 UhrNichtDumm

    Eigentlich sollte Brüderle dieses Frollein verklagen, denn nicht er hat seine Hose geöffnet, sondern sie ihr Dekollete.

    Stattdessen sollte diese "Journalistin" den Stern verklagen, der hat sie ja zur Rettung seiner gesunkenen Auflage missbrauchen wollen.

  • 01.02.2013, 11:21 Uhrjodan

    Neun Prozent Ansehensverlust für Brüderle weist das jüngste Umfragergebnis des Deutschland Trends aus. Da kann man getrost konstatieren: STERN hat sein infames Ziel erreicht. Fern ab von jeder seriösen Faktenlage über die Umstände der angeblichen "Anmache" hat die STERN-Chefredaktion das Renommee eines Polikers absichtlich, vielleicht sogar völlig unbegründet, beschädigt. Und das alles unter dem gesetzlich geschützten Anspruch von PRESSEFREIHEIT.

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