Armin Laschet: Rente taugt nicht als Wahlkampfthema

Armin Laschet: Rente taugt nicht als Wahlkampfthema

, aktualisiert 18. April 2016, 12:00 Uhr

Die Rente ist ein Aufregerthema. Was läge näher, als dieses im Bundestagswahlkampf 2017 auszuschlachten? Aus der CDU kommt eine warnende Stimme.

Der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Armin Laschet hat davor gewarnt, die Rente zum Wahlkampfthema 2017 zu machen. „Wir brauchen über die großen Rentenfragen einen Konsens zwischen den großen Parteien“, sagte er der „Rhein-Neckar-Zeitung“ und der „Passauer Neuen Presse“ (Montagsausgabe).

Das habe sich in der Geschichte der Bundesrepublik bewährt. „Ein Rentenwahlkampf würde nur zur Verunsicherung von Millionen Menschen führen. Wir sollten die Rente aus dem Bundestagswahlkampf heraushalten.“

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Union und SPD wollen den Kampf gegen Altersarmut zu einem großen Reformvorhaben der verbleibenden gemeinsamen Regierungszeit machen. CSU-Chef Horst Seehofer hat sich dafür ausgesprochen, das Rentenniveau wieder anzuheben. Nach der aktuellen Gesetzeslage könnte es von derzeit knapp 48 Prozent des Durchschnittslohns bis 2030 auf rund 43 Prozent sinken. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles begrüßte die Debatte am Wochenende ausdrücklich.

Die Top 5 Rentenversicherer mit den höchsten Auszahlungen

  • Vertragstyp

    Dynamische Rente
    Rentenbeginn: 1.1.1996

    Mann, Journalist, Nichtraucher, Eintrittsalter 63 Jahre, sofort beginnende Leibrente ohne Rabatte (z.B. Kollektivbeiträge).
    Einmalbeitragszahlung 50.000 Euro, Rentengarantie 10 Jahre.

    Quelle: map-Report 2016: Rentenversicherungen im Vergleich

  • Platz 5

    Versicherer: Allianz

    Summe der monatlichen Rentenzahlungen (1.1.1996 - 1.1.2016): 84.824 Euro

    Durchschnitt: 82.607 Euro

    Quelle: map-Report 2016: Rentenversicherungen im Vergleich

  • Platz 4

    Versicherer: DEVK Eisenbahn

    Summe der monatlichen Rentenzahlungen (1.1.1996 - 1.1.2016): 85.120 Euro

    Durchschnitt: 82.607 Euro


    Quelle: map-Report 2016: Rentenversicherungen im Vergleich

  • Platz 3

    Versicherer: Öffentliche Braunschweig

    Summe der monatlichen Rentenzahlungen (1.1.1996 - 1.1.2016): 88.191 Euro

    Durchschnitt: 82.607 Euro

    Quelle: map-Report 2016: Rentenversicherungen im Vergleich

  • Platz 2

    Versicherer: Debeka

    Summe der monatlichen Rentenzahlungen (1.1.1996 - 1.1.2016): 88.200 Euro

    Durchschnitt: 82.607 Euro

    Quelle: map-Report 2016: Rentenversicherungen im Vergleich

  • Platz 1

    Versicherer: Concordia Oeco

    Summe der monatlichen Rentenzahlungen (1.1.1996 - 1.1.2016): 89.169 Euro

    Durchschnitt: 82.607 Euro

    Quelle: map-Report 2016: Rentenversicherungen im Vergleich

Die Rentenexpertin der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Monika Queisser, sprach sich gegen ein höherer Rentenniveau für alle aus. Sie plädierte in der „Welt“ (Montag) stattdessen dafür, gezielt Risikogruppen wie kleine Selbstständige, Erwerbsgeminderte oder Geringverdiener abzusichern.

Die FDP will die Altersvorsorge laut „Welt“ vollkommen flexibel als Baukasten organisieren, wobei es neben der gesetzlichen Rente verschiedene Bestandteile privater und freiwilliger Vorsorge geben soll. Das gehe aus einem Antrag hervor, der beim Bundesparteitag am kommenden Wochenende verabschiedet werden soll.

Rentenvergleich Wann Ihre private Rentenversicherung Geld bringt

Ab 2030 droht jedem Zweiten die Altersarmut. Politiker erheben die Rente deshalb zum Wahlkampfthema. Das ist eine gute Idee, zeigen aktuelle Berechnungen zur Frage, ab wann sich eine Rentenversicherung lohnt.

Quelle: dpa Picture-Alliance

Nahles sagte am Wochenende, die Riester-Rente als private Ergänzung zur gesetzlichen Altersvorsorg habe nicht das erhoffte Ergebnis gebracht. Man könne zwar nicht einfach sagen, dass sie gescheitert sei, sagte die SPD-Politikerin am Sonntag im „Bericht aus Berlin“ der ARD. „Aber die hochfliegenden Erwartungen, die Anfang der 2000er Jahre mit der Riester-Rente verbunden waren - die sind eben nicht eingelöst worden.“

Insbesondere Kleinverdiener hätten die Riester-Rente nicht abgeschlossen, daher sehe sie Handlungsbedarf. Nahles bezeichnete die gesetzliche Rente in der ZDF-Sendung „Berlin direkt“ als „wesentlich robuster und wetterfester als die private Konkurrenz“.

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