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Asse-Räumung: Rebecca Harms: Auch Atommülllager Gorleben aufgeben

von Henrik Jeimke-Karge

Die Fraktionschefin der Grünen im Europaparlament, Rebecca Harms, zeigt sich erleichert über die Entscheidung das Atommülllager Asse zu räumen - und fordert zugleich einen Neuanfang bei der Suche für ein Endlager.

Greenpeace-Aktivisten stehen Quelle: dpa
Greenpeace-Aktivisten stehen am Freitag (15.01.2010) während einer Pressekonferenz über das Rückholungskonzept der Asse vor dem Landtag in Hannover. Die im einsturzgefährdeten Atommülllager Asse bei Wolfenbüttel lagernden radioaktiven Abfälle werden herausgeholt. Das kündigte der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), Wolfram König, auf derPressekonferenz an. Quelle: dpa

„Ich begrüße diese Entscheidung sehr, trotz aller Probleme und Gefahren, die die Rückholung auch bedeutet“, sagte Harms gegenüber wiwo.de. „Asse steht für den GAU der Endlagersuche und -forschung.“

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Die Mitbegründerin der Bürgerinitiative gegen das atomare Endlager Gorleben fordert eine Neuausrichtung bei der Atommüllfrage: „Die Entscheidung für Gorleben ist von denselben Experten herbeigeführt worden, die uns den GAU in der Asse eingebrockt haben. Wir brauchen endlich einen richtigen Neuanfang bei der Suche nach einem geeigneten Endlager. Das Festhalten an Gorleben ist so ignorant und uneinsichtig wie die jahrelange Beschönigung und Vertuschung zur Asse. Wenn Sicherheit das aufrichtige Anliegen von Minister Norbert Röttgen ist, muss er Gorleben aufgeben und nicht länger zögern und Zeit schinden.“

Harms will Bundesumweltminister Röttgen zu einem Besuch vor Ort nach Gorleben und Asse einladen.

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3 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 16.01.2010, 14:10 UhrAnonymer Benutzer: Walter

    Ein mutiger und richtiger Schritt, den verseuchten Müll zu bergen und vernünftig lagern zu wollen. Man wird allerdings sehr schnell erkennen, daß Atommüll in Zukunft unter allen Umständen zu vermeiden ist, weil es a):viel zu teuer und b):viel zu gefährlich ist.
    bleibt zu hoffen, daß die guten Vorsätze auch in die Tat umgesetzt werden. Es werden Geldsummen in astronomischen Höhen benötgt, die dann hoffentlich auf die Kilowattstunde belegt werden.

  • 16.01.2010, 00:41 UhrAnonymer Benutzer: RRR

    ist eigentlich schon einmal einer auf die idee gekommen Energie zu sparen?

  • 15.01.2010, 20:25 UhrAnonymer Benutzer: Kai B.

    Weitere neue Endlager stehen schon vor der Tür!

    Wenn unsere bundesregierung an ihrem Kurs in der Energiepolitik festhält, dann gibt es bald auch noch die CO2-Endlager aus der "sauberen" Verstromung von Kohle mit der CCS-Technologie.

    Wenn sich die interessen der Engiekonzerne durchsetzen, dann darf der Steuerzahler auch hier für Millionen von Jahren für die Sicherheit dieser Hochriskotechnologie in den Endlagergebieten für viele Milliarden Tonnen CO2 haften. Von der bedrohung der Lebensgrundlagen der betroffenen Menschen in den Endlagerregionen ganz zu schweigen.

    Studien der Deutschen Umwelthilfe und des Umweltbundesamtes belegen, daß wir weder weitere Atomkraftwerke noch weitere Kohlekraftwerke brauchen, wenn wir erneuerbare Energien vorantreiben.
    Lasst uns endlich gemeinsam damit anfangen!

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