Atommüll: Altmaier kalkuliert mit fünf Endlager-Optionen

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Atommüll: Altmaier kalkuliert mit fünf Endlager-Optionen

Bei der neuen Atommüll-Endlagersuche könnten bis zu fünf Standorte in die engere Wahl kommen - das letzte Wort soll aber eine Bund/Länder-Kommission haben. Ein Treffen findet am Dienstag statt.

Der Dienstag kann eine Zäsur bilden bei der Suche nach einem Atommüll-Endlager. Umweltminister Altmaier hat für das womöglich finale Bund/Länder-Treffen einen neuen Entwurf für ein Suchgesetz vorgelegt. Wie viele Standorte geprüft werden, ist aber unklar. Im Rahmen der gesetzlich notwendigen Kostenabschätzung wird - wie bisher auch - im neuen Entwurf für ein Endlagersuchgesetz mit der Prüfung von bis zu fünf Standorten kalkuliert. Letztlich hängt die Zahl aber auch von den Empfehlungen der Kommission ab. Über den neuen Entwurf, der der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vorliegt, soll am Dienstag eine Bund/Länder-Spitzenrunde entscheiden. Die Kosten der Suche nach Alternativen zu Gorleben werden auf zwei Milliarden Euro geschätzt.
Zunächst hatte das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ über den neuen Entwurf berichtet, der aber bei der Zahl möglicher Standorte und Kosten keine Veränderungen gegenüber dem letzten Entwurf aus dem Januar enthält. Durch die vorgeschaltete Arbeit der aus 24 Personen bestehenden Kommission, die die Grundlagen der Suche erarbeiten soll, wird aber erst bis 2031 mit einer Endlagerentscheidung gerechnet. Zuvor war man von einem erfolgreichen Abschluss bis 2029 ausgegangen. Das Suchgesetz soll noch vor der Bundestagswahl beschlossen werden.

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Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) warnte vor Spekulationen über die Zahl der zu prüfenden Standorte. „Da vor Beginn des eigentlichen Standortsuchprozesses eine Bund-Länder-Kommission bis Ende 2015 Grundsatzfragen der Endlagerung erörtern soll, entbehrt es zum jetzigen Zeitpunkt jeglicher Grundlage, über die Zahl zu erkundender Standorte zu spekulieren“, sagte sein Sprecher der dpa. In dem Entwurf wird betont: „Das Gesetz sieht keine konkrete Anzahl von zu erkundenden Standorten vor, so dass für die Kostenschätzung auf Erfahrungswerte aus Deutschland und anderen Ländern (z. B. Schweiz, Schweden und Frankreich) zurückgegriffen werden muss“.
So errechnen sich die geschätzten Gesamtkosten von bis zu über zwei Milliarden Euro: Für die Kostenschätzung werden bei der Prüfung von bis zu fünf Standorten je 100 Millionen Euro angenommen. Am Ende könnten zwei Optionen untertägig erkundet werden.

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