Atompolitik: CDU-Fraktionsvize will deutsche AKW nachrüsten

Atompolitik: CDU-Fraktionsvize will deutsche AKW nachrüsten

"Nachrüsten statt abschalten“, fordert der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Union, Michael Fuchs, bei der Debatte um die Zukunft deutscher Atommeiler.

"Kein Kernkraftwerk soll abschaltet werden, nur weil es vor 1980 ans Netz gegangen ist. Entscheidend muss doch allein die Erfüllung der Sicherheitsnormen sein“, sagt Fuchs der WirtschaftsWoche. Konkret spricht sich Fuchs für eine Verschärfung der Sicherheitsstandards aus, will aber den Betreibern die Entscheidung überlassen, ob sie ein Atomkraftwerk aus Kostengründen lieber abschalten, als es nachzurüsten.

Auch die acht Kernkraftwerke, die wegen des dreimonatigen Moratoriums abgeschaltet sind, sollen diese Chance erhalten. Insgesamt wünscht sich Fuchs bei der Atomdiskussion "wieder zu mehr Sachlichkeit zurückzukehren, statt uns in kollektiver Hysterie zu ergehen“.

Anzeige

Den von Bundeskanzlerin Angela Merkel angesichts der Japankatastrophe neu formulierte Wunsch nach einem beschleunigten Atomausstieg hält Fuchs für falsch: „Ich sehe nicht, wie das in absehbarer Zeit funktionieren kann.“ Zudem wirke sich das Ansinnen bereits jetzt negativ auf die Strompreise aus. „Seit der Anordnung sieben Atomkraftwerke abzuschalten, sind die Preise an der Leipziger Strombörse um zehn Prozent gestiegen.“

Bei einer langfristigen Verteuerung fürchtet Fuchs das Wegbrechen ganzer Wertschöpfungsketten in Branchen wie Metall und Chemie. Fuchs: "Und weswegen? Weil wir die sichersten Kernkraftwerke Europas abschalten, während die Nachbarn um uns herum weitermachen wie bisher.“

Anzeige
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%