Auch Steinbrück verliert in der Wählergunst: SPD rutscht auf Jahrestief ab

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Auch Steinbrück verliert in der Wählergunst: SPD rutscht auf Jahrestief ab

, aktualisiert 19. Juni 2013, 10:53 Uhr

Noch 95 Tage bis zur Bundestagswahl - und die SPD steht so schlecht da, wie das ganze Jahr noch nicht. Laut einem aktuellen Wahltrend liegt die Partei nur noch bei 22 Prozent. Steinbrück kann die Wähler nicht überzeugen.

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Nicht nur die SPD, auch Kanzlerkandidat Peer Steinbrück verliert in der Wählergunst.

Ein Vierteljahr vor der Bundestagswahl ist die SPD nach einer Forsa-Umfrage in der Wählergunst erneut auf ihr Jahrestief gefallen. Schwarz-Gelb könnte nach dem am Mittwoch veröffentlichten „Stern-RTL-Wahltrend“ derzeit mit einer Mehrheit rechnen. Allerdings sind Umfragen nur Momentaufnahmen, Forsa gibt die statistische Fehlertoleranz mit +/- 2,5 Prozentpunkten an.

Die SPD liegt mit einem Verlust von zwei Punkten bei 22 Prozent und damit noch unter ihrem schwachen Bundestagswahlergebnis von 2009 (23 Prozent). Dabei wurden die Umfragedaten bereits in der vergangenen Woche erhoben, so dass der am Wochenende eskalierte Konflikt zwischen Kanzlerkandidat Peer Steinbrück und Parteichef Sigmar Gabriel noch nicht einmal berücksichtigt ist.


Die Union erreichte wie in der Vorwoche 40 Prozent. Die FDP verbesserte sich um einen Punkt auf 6 Prozent. Die Grünen kletterten um zwei Punkte auf 15 Prozent. Die Linke sank um einen Punkt auf 8 Prozent. Damit liegen Union und FDP zusammen einen Punkt vor SPD, Grünen und Linken (46 zu 45 Prozent). Die Piraten und die euroskeptische Alternative für Deutschland kämen auf jeweils 2 Prozent.

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Im direkten Vergleich der beiden Hauptkontrahenten legte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Wählergunst um einen Punkt auf 58 Prozent zu. Steinbrück verlor zwei Punkte und fiel auf 18 Prozent. 24 Prozent der Befragten wollten sich für keinen von beiden entscheiden.

Die SPD hat zugleich einen Medienbericht zurückgewiesen, wonach Kanzlerkandidat Peer Steinbrück bereits im Januar mit Rücktrittsgedanken gespielt habe. „Ein Rücktrittsszenario des Kanzlerkandidaten hat es zu keinem Zeitpunkt gegeben“, sagte Steinbrücks Sprecher Rolf Kleine am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Nach Angaben des „Sterns“ soll Steinbrück Parteichef Sigmar Gabriel kurz vor der niedersächsischen Landtagswahl vom Januar seinen Rücktritt angeboten haben, falls die SPD unter 30 Prozent landen würde. Gabriel habe daraufhin Bundestagsfraktionschef Frank-Walter Steinmeier und die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft aufgefordert, notfalls als Ersatz einzuspringen. Die SPD schaffte dann aber in Niedersachsen den Machtwechsel.

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