Aufbau Ost: Lasten durch Solidaritätsbeitrag ungleich verteilt

Aufbau Ost: Lasten durch Solidaritätsbeitrag ungleich verteilt

Mehr als 13 Milliarden kamen im vergangenen Jahr durch den Solidaritätszuschlag zusammen. Insgesamt wurden durch die Abgabe für den Aufbau Ost 175 Milliarden Euro gesammelt - die Lasten sind dabei ungleich verteilt.

Das geht aus einer Auflistung des Bundesfinanzministeriums hervor. Danach summierten sich die Einnahmen aus dem Solidaritätszuschlag 2008 auf 13,1 Milliarden Euro. Allein aus den westdeutschen Ländern flossen 11,89 Milliarden Euro, während die fünf ostdeutschen Länder plus Berlin nur 1,26 Milliarden Euro beisteuerten.

Den größten Solidaritätsbeitrag stemmte Nordrhein-Westfalen. Das bevölkerungsreichste Bundesland lieferte allein im vergangenen Jahr 2,96 Milliarden Euro ab, gefolgt von Bayern mit 2,49 Milliarden und Hessen mit 1,57 Milliarden. Schlusslicht ist Mecklenburg-Vorpommern mit knapp 90 Millionen Euro.

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Insgesamt haben die Steuerzahler in Deutschland seit Einführung des Solidaritätszuschlags im Jahr 1991 bisher rund 175,5 Milliarden Euro gezahlt. Die Länder müssen das Geld an den Bund durchreichen, es steht allein ihm zu. Das Gesetz verpflichtet den Bund allerdings dazu, die Mittel ausschließlich dafür einzusetzen, die Verhältnisse im Osten denen im Westen anzugleichen.

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