Aufnahmestopp verhängt: AfD wehrt sich gegen Mitgliederzufluss aus der rechten Ecke

ThemaWahlen 2017

Aufnahmestopp verhängt: AfD wehrt sich gegen Mitgliederzufluss aus der rechten Ecke

Bild vergrößern

Bernd Lucke, der Spitzenkandidat der Partei "Alternative für Deutschland" gestikuliert.

Der Bundesvorstand der eurokritischen Partei AfD hat beschlossen, ehemalige Mitglieder der Partei Die Freiheit und anderer Kleinparteien nicht mehr aufzunehmen. Spitzenkandidat Bernd Lucke teilte aber mit, es solle Ausnahmen geben.

Die Alternative für Deutschland (AfD) will ehemalige Mitglieder der rechtspopulistischen Partei Die Freiheit nur noch in Ausnahmefällen aufnehmen. Der weitreichende Aufnahmestopp gelte auch für Überläufer anderer Kleinparteien, teilte die AfD mit - "mit Ausnahme der FDP". Bundessprecher und Spitzenkandidat Bernd Lucke verkündete am Dienstag: "Die Regel ist jetzt, dass nicht aufgenommen wird."

Bernd Lucke verwies auf den Beschluss des Bundesvorstands der Partei, dem zufolge die Mitgliedschaft in der AfD unvereinbar mit ausländerfeindlichen, rassistischen, antisemitischen, islamfeindlichen, rechtsextremen und linksextremen Gesinnungen sei.

Anzeige

Dem Beschluss vorausgegangen war laut einem Bericht der "Zeit" ein Schreiben des Bundesvorsitzenden der rechtspopulistischen Die Freiheit, René Stadtkewitz, in dem er die Mitglieder der Partei dazu aufrief, die AfD "nach Kräften" zu unterstützen. Die eigenen Vorhaben der Partei würden hingegen eingestellt. Nach den Ergebnissen der Bundestagswahl müsse "diejenige Partei die optimalen Startbedingungen erhalten, die die größte Erfolgschance hat, Politik in unserem Sinne gestalten zu können". Die Ziele der AfD "decken sich zu min. 90% mit unseren", verkündete Stadtkewitz demnach.

Weitere Artikel

"Desaströse Wahlergebnisse bei der Bundestagswahl und den Landtagswahlen in Bayern und Hessen lassen vermuten, dass "Die Freiheit" sich auflösen wird", sagte Lucke. "Das kann sie gerne tun, aber wenn deren Mitglieder eine islamophobe und latent fremdenfeindliche Einstellung haben, haben sie bei uns nichts verloren."

Ausnahmen sollen der Mitteilung zufolge möglich sein, wenn etwa die Mitgliedschaft schon längere Zeit zurückliegt. Der Aufnahme müsse aber ein protokolliertes Einzelgespräch vorausgehen und der Landesvorstand müsse zustimmen. "Wir werden nicht alle über einen Kamm scheren, aber die Nachweispflicht für eine untadelige politische Einstellung liegt eindeutig bei denen, die sich um Aufnahme in die AfD bewerben", sagt Lucke.

Bei Neuwahlen würde die AfD einer aktuellen Umfrage zufolge in das Parlament einziehen. Die Partei erreichte in der jüngsten Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Emnid sechs Prozent. Das sind 1,3 Prozentpunkte mehr als bei der Bundestagswahl.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%