Nur bei den Banken liegt nach dem globalen Finanzmarktdebakel das echte Eigenkapital noch immer bei mickrigen drei Prozent. Auf die in der Öffentlichkeit propagierten acht bis zehn Prozent kommen die deutschen Kreditinstitute nur unter Berücksichtigung stiller Einlagen, die wie Eigenkapital behandelt werden dürfen. Analysten und Aktieninvestoren stehen dem Bankensektor daher skeptisch gegenüber. Trotz boomender Geschäfte in der Realwirtschaft sorgt die Fragilität der Finanzinstitute dafür, dass die Börsen noch weit von ihren früheren Höchstständen entfernt sind.
Die Stärke der Unternehmen und ihr Erfolg auf den Auslandsmärkten haben Deutschland zur Konjunkturlokomotive in Europa gemacht. In diesem Jahr dürfte das reale Bruttoinlandsprodukt um schätzungsweise 2,5 Prozent wachsen – so kräftig wie in keinem anderen Land der Euro-Zone. Doch was passiert, wenn die Weltkonjunktur einen Gang zurückschaltet? Bricht dann wieder die Krise aus?
Langsamere Gangart voraus
Schon gibt es erste Anzeichen für eine langsamere Gangart der Weltwirtschaft. Die Einkaufsmanagerindizes in China und den USA haben nach unten gedreht, auch der von der Commerzbank exklusiv für die WirtschaftsWoche ermittelte Earlybird-Frühindikator ist im Juli zum zweiten Mal in Folge gefallen.
In den harten Geschäftszahlen haben sich die Frühwarnsignale noch nicht niedergeschlagen. Der Ordereingang boomt nach wie vor, die Produktion klettert, und die Auslastung der Kapazitäten steigt. Doch langfristig wird sich die deutsche Wirtschaft, die 45 Prozent ihres Einkommens mit Ausfuhren erwirtschaftet, nicht von der weltweiten Konjunkturverlangsamung abkoppeln können.
Commerzbanker Solveen erwartet daher, dass „schon um die Jahreswende 2010/11 die Zuwachsraten des Bruttoinlandsproduktes wieder merklich niedriger ausfallen werden als in der ersten Jahreshälfte“.
Doch das Ende des Aufschwungs und der Startschuss für ein neues Wirtschaftsdrama ist das nicht. Deutschlands Unternehmen sind fitter denn je und haben genug Speck angesetzt – selbst für einen harten Winter.














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Alle Kommentare lesen07.09.2010, 11:36 UhrAnonymer Benutzer: Ede
solange es Papier gibt zum Gelddrucken gibt es keine Krise.
07.09.2010, 10:45 UhrAnonymer Benutzer: herbert ax
Aufschwung Deutschland kommt stark aus der Krise
Falsch im Moment profitieren wir davon das wir seit 20Jahren Lohndrückung betreiben - Wohlgemerkt da haben unsere sogenannten Gewerkschaftsvertreter ja kräftig mitgedreht. Gleichzeitig habe diese kollegen im Aufsichtsrat anber nichts gegen die Absurden Gehaltssteigerungen der Vorstände unternommen - das nur am Randen.
Solange unsere Gesellschaft nur ihr Augenmerk auf den Export richtet kann das nicht gutgehen.
Prima das Ausland kauft bei das ist zweifelsohne gut aber mit welchem Geld - da steckt auch unser eigenes Geld drin - die bürgschaften für die Staatsanleihen , bankengarantien usw. Sonst würden etliche dieser Länder nichts bei uns kaufen können weil kein Geld da ist , schlicht und einfach weil sie überschuldet sind.
Wie lange soll das denn gut gehen.
Man muß einfach nur Naiv dumm sein oder Wirtschaftswissenschaftler sein um nicht zu erkennen das es so nicht mehr weiter gehen kann.
Wartet mal ab wenn die bombe platzt.
11.08.2010, 23:24 UhrAnonymer Benutzer: San Remo Beach
Der sogn. Aufschwung brennt, die Ausbeutung geht weiter wie bisher. Deutsche Arbeitnehmer und jene in der ganzen Welt werden weiterhin um ihren hart und unter Verschwendung ihrer Lebenszeit erbrachten Mehrwert geprellt und nur die Renditen der Vermögenden steigen weiterhin. Aber der ultimative Crash ist in Sicht, denn selbst in Deutschland werden die Schaffer müde, denn sie sehen nicht mehr ein, für was und für wen sie weiterhin, instrumentalisiert wie gehirnreduzierte Roboter, noch produzieren sollen, ?
Der binnenmarkt wird dann letztendlich befeuert von den Luxusprodukten, die der "Weltmarkt" nich t mehr annehmen wird, Ressourcenschutz, nachhaltiges Wirtschaften, Umweltschutz: in Deutschland weiterhin ein "Sommermärchen" aber ein böses. Von "abgeben" oder "teilen" keine Spur, Umverteilen erst recht nicht, denn der deutsche Groß-Unternehmer sitzt wie die fette Made im Speck und lacht dabei höhnisch diejenigen aus, die er noch ausnehmen kann, ....