Ausgaben für Sozialhilfe: Bund gibt mehr Geld für Eingliederung Behinderter aus

Ausgaben für Sozialhilfe: Bund gibt mehr Geld für Eingliederung Behinderter aus

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Abdulhady-Ay (links) und Lothar Puzicha. Der 25-Jährige hört das ungern, aber er gilt als lernbehindert, da er kaum lesen und rechnen kann. Kollegen sagen: „Dafür ist er fleißig und zuverlässig.“ Lothar Puzicha hat früher in Südafrika Hochöfen montiert, jetzt leitet er die Werkstatt-Außenstelle, in der Gewürze abgefüllt werden. Und sagt: „Wer einmal hier arbeitet, der will nicht mehr weg.“

Der Staat hat 2013 für Sozialhilfe 4,3 Prozent mehr Geld ausgegeben als im Jahr davor. Ein Großteil wurde für behinderte Menschen ausgegeben. Senioren mit Mini-Renten standen ebenfalls auf der Empfängerliste.

Im letzten Jahr hat die Bundesregierung 25 Milliarden Euro für Sozialhilfeleistungen ausgegeben. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, entsprach dies einer Steigerung um 4,3 Prozent gegenüber 2012. Im Durchschnitt waren das 311 Euro netto pro Einwohner.

Wie viele Arbeitnehmer Eingliederungshilfe beziehen und was sie im Vergleich zur gesamten Sozialhilfe kostet Quelle: Destatis

Wie viele Arbeitnehmer Eingliederungshilfe beziehen (in Tausend) und was sie im Vergleich zur gesamten Sozialhilfe kostet (in Milliarden Euro)

Bild: Destatis

56 Prozent der Gesamtausgaben entfielen 2013 auf Eingliederungshilfen für Behinderte. 21 Prozent wurden für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung aufgewendet, 13 Prozent für Hilfe zur Pflege, 10 Prozent für sonstige Ausgaben, etwa Hilfen zur Gesundheit.

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Hamburg hat die höchsten Sozialausgaben

In den alten Bundesländern (ohne Berlin) waren die Pro-Kopf-Ausgaben mit 321 Euro deutlich höher als in den neuen Ländern (einschließlich Berlin) mit 268 Euro. Die höchsten Pro-Kopf-Ausgaben hatten im Jahr 2013 die drei Stadtstaaten: In Hamburg lagen sie bei 494 Euro, in Bremen bei 488 Euro und in Berlin bei 478 Euro.

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Von den westdeutschen Flächenländern gab Baden-Württemberg mit 230 Euro je Einwohner am wenigsten für Sozialhilfe aus, Nordrhein-Westfalen mit 369 Euro am meisten. In den ostdeutschen Flächenländern waren die Pro-Kopf-Ausgaben in Sachsen mit 159 Euro am niedrigsten und in Mecklenburg-Vorpommern mit 269 Euro am höchsten.

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