Außenhandel: Bund macht 143 Milliarden Euro-Bürgschaft für den Außenhandel

exklusivAußenhandel: Bund macht 143 Milliarden Euro-Bürgschaft für den Außenhandel

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Bürgschaft für die Außenwirtschaft des Bundes ist binnen eines halben Jahres um rund 2,8 Milliarden Euro gestiegen.

von Christian Ramthun

Der Bund bürgt mit 142,8 Milliarden Euro für Exportkredite, Auslandsinvestitionen und Entwicklungskredite in der Außenwirtschaft. Größter Profiteur ist Russland. Eine Exklusivmeldung.

Das Entschädigungsrisiko des Bundes für Gewährleistungen im Außenwirtschaftsbereich beläuft sich auf insgesamt 142,8 Milliarden Euro. Das geht aus einem Bericht des Bundesfinanzministeriums hervor, der der WirtschaftsWoche vorliegt. Dabei handelt es sich um Bürgschaften für Exportkredite, Auslandsinvestitionen und Entwicklungskredite mit Stand 30.Juni 2015. Binnen eines halben Jahres "hat sich das maximale Entschädigungsrisiko um rund 2,8 Milliarden Euro erhöht", heißt es in dem Bericht. Größter Profiteur der Gewährleistungen ist Russland, dem gegenüber der Bund zuletzt ein Entschädigungsrisiko von 18,2 Milliarden Euro bilanzierte.

An zweiter und dritter Stelle folgen die Türkei mit einem Entschädigungsrisiko von 12,4 Milliarden Euro und China mit 11,5 Milliarden Euro. Allerdings hat der Bund mit den Gewährleistungen bisher gute Geschäfte gemacht. Die Einnahmen aus Gebühren und Rückzahlungen früherer Entschädigungen übertrafen die Ausgaben zwischen 2011 und 2014 um fast drei Milliarden Euro, teilte das Bundesfinanzministerium der WirtschaftsWoche auf Anfrage mit. Allerdings sei dabei zu beachten, schränkt ein Sprecher des Ministeriums ein, "dass Entgelte i.d.R. in Voraus erhoben werden, so dass damit auch zukünftige Entschädigungszahlungen aus dem Garantiebestand (von 142 Milliarden Euro) abgedeckt werden müssen".

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