Autoexperte Dudenhöffer: Abwrackprämie verursacht Rückgang der Neuzulassungen

Autoexperte Dudenhöffer: Abwrackprämie verursacht Rückgang der Neuzulassungen

von Mark Fehr

Insgesamt habe die Abwrackprämie laut Ferdinand Dudenhöffer keine zusätzliche Nachfrage geschaffen, die Neuzulassungen gingen 2010 um 350.000 zurück. Auch das Mehrwertsteuer-Plus des Staates sei verraucht.

Das Abwrackprämienpaket aus dem Jahr 2009 von insgesamt fünf Milliarden Euro hat jetzt sinkende Kfz-Zulassungszahlen zur Folge. Ferdinand Dudenhöffer, Direktor des Center Automotive Research an der Universität Duisburg-Essen, sagte, der staatlich finanzierte Anreiz von 2500 Euro je Autokäufer habe insgesamt keine zusätzliche Nachfrage geweckt, sondern diese nur zeitlich verschoben. Die Zahl der neu zugelassenen Fahrzeuge dürfte deshalb in diesem Jahr um 350.000 geringer ausfallen als bei normaler Marktentwicklung. Für 2011 erwartet Dudenhöffer ein Minus von 110.000 Autos. Die Wirkung der Abwrackprämie wäre damit zum größten Teil verraucht.

Das gilt nach Dudenhöffers Berechnung auch für das Mehrwertsteuer-Plus von etwa 2,2 Milliarden Euro aus dem Jahr 2009, welches zunächst an den Staat zurückfloss. Doch bei den jetzt sinkenden Käufen gehen die Steuereinnahmen ebenfalls zurück. Dem Fiskus bleibe daher nur ein Zinsvorteil von 89 Millionen Euro durch die vorgezogene Steuer. Dieser Effekt wird laut Dudenhöffer aber durch die Finanzierungskosten des Prämienpakets mehr als kompensiert.

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