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Autoindustrie: CDU und SPD arbeiten an Ersatz für Abwrackprämie

von AP/ses

Union und SPD arbeiten offenbar an Plänen, den befürchteten Absatzeinbruch bei Neuwagen nach Auslaufen der Abwrackprämie mit neuen Vergünstigungen zu begegnen.

Neuwagen stehen im Quelle: dpa
Neuwagen stehen im Verkaufsraum eines Opel-Händlers in Düsseldorf Quelle: dpa

Das „Handelsblatt“ (heutige Ausgabe) berichtete, im Zentrum der Überlegungen stünden dabei Änderungen beim Kauf von Jahreswagen durch Werksangehörige. „Eine Belebung im Bereich des Neuwagenverkaufs könnte zum Beispiel durch eine vernünftige Ausgestaltung der Besteuerung von Jahreswagen für Werksangehörige erzielt werden. Hier haben wir aktuell ein Problem“, zitierte das Blatt den baden-württembergischen Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU). Ähnlich äußerte sich der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Uwe Beckmeyer, gegenüber der Zeitung. „Statt die Abwrackprämie zu verlängern, sollten wir versuchen, über eine bessere steuerliche Förderung von Jahreswagen gezielt den Absatz deutscher Hersteller zu stabilisieren und so den gefürchteten Absatzeinbruch nach Auslaufen der Umweltprämie zumindest zu dämpfen.“

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Oettinger beklagte, dass der Absatz von Jahreswagen an Werksangehörige aufgrund steuerlicher Regelungen ins Stocken geraten sei. „Der Betriebsangehörige muss die Differenz zwischen dem Kaufpreis und einem Vergleichspreis versteuern. Dieser Vergleichspreis, mit dem man sich einem Marktpreis annähern will, entspricht aber nicht mehr der Realität.“ Es werde nicht berücksichtigt, dass ein Neuwagenkäufer heute am Markt durchaus gute Rabatte erzielen könne, die er selbstverständlich nicht versteuern müsse, sagte Oettinger.

Dadurch seien die tatsächliche Marktpreise geringer als die, die sich ein Jahreswagenkäufer für seinen zu versteuernden Vorteil anrechnen lassen muss. „Hier sehe ich Überprüfungs- und Handlungsbedarf“, sagte der Stuttgarter Regierungschef.

Der Vorstoß aus Union und SPD geht dem Blatt zufolge auf eine Forderung des Gesamtbetriebrats von BMW zurück. Dieser beklage seit langem, dass die Verschärfung der steuerlichen Regelungen den Kauf firmeneigener Wagen für die Belegschaft unattraktiv gemacht habe. Nach Angaben von Beckmeyer sei der Wagenverkauf an Betriebsangehörige bei Daimler seit 2002 von 40.000 auf 7000 im Jahr 2008 eingebrochen. BMW habe in diesem Jahr erst 7000 Wagen an Betriebsangehörige verkauft. 1999 seien es noch 24.000 gewesen.

8 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 25.08.2009, 16:22 UhrAnonymer Benutzer: Schlussverkauf

    ALLES MUSS RAUS! SO VERKAUFEN WiR DEMNÄCHST DiE bAHNHÖFE, FLUGHÄFEN, AUTObAHNEN USW,USW. WENN ERST ALLE REGiSTER GEZOGEN WORDEN SiND ERWARTEN WiR DEN KAMERADEN WÄHRUNGSREFORM. DiE WiEDER VON MiLLiONEN iDiOTEN GEWÄHLT KANZLERiN HAT JA ERFAHRUNG MiT DER UMSTELLUNG VON WÄHRUNGEN. EiNMAL DDR, iMMER DDR, bALD AUCH iM WESTEN ZU ERLEbEN.

  • 25.08.2009, 01:12 UhrAnonymer Benutzer: RDA

    Durch die steuerliche Förderung von Jahreswagen könnte tatsächlich gezielt der Absatz von in Deutschland hergestellten Autos angekurbelt werden. Wobei man nicht vergessen darf, dass viele Teile eben nicht aus Deutschland kommen, und hierzulande quasi nur noch die Module zusammengeschraubt werden - aber das nur am Rande.

    Spannend dürfte jedoch sein, was die Europäische Kommission dazu sagt - es könnte sowohl als unzulässige beihilfe als auch als EU-Handelshemmnis eingestuft werden.

  • 24.08.2009, 19:41 UhrAnonymer Benutzer: Christian

    "OK, dass Werksangehörige die Differenz versteuern müssen ist tatsächlich totaler Unsinn." Wieso? Passiert ganz automatisch auf dem Lohnzettel. Der Freibetrag wird vorher abgezogen.

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