Autokrise : Zu Guttenberg will lieber Insolvenzverfahren als Staatshilfe für Opel und Schaeffler

Autokrise : Zu Guttenberg will lieber Insolvenzverfahren als Staatshilfe für Opel und Schaeffler

Bei Opel und bei Schaeffler sieht Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg noch keine tragfähigen Konzepte. Die Unternehmen sollen sich helfen. Der Wirtschaftsminister verteidigt Frau Schaeffler gegen persönliche Angriffe

Mit staatlichen Hilfen für Opel und Schaeffler will sich Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg vorerst noch zurückhalten und bringt stattdessen Insolvenzverfahren ins Spiel. „Wir werden uns nicht allein mit Droh-Szenarien und ohne Antworten unter Druck setzen lassen“, betont zu Guttenberg gegenüber der WirtschaftsWoche.

Sowohl bei Opel als auch bei Schaeffler fehlen dem Bundeswirtschaftsminister bislang „Konzepte, die als Entscheidungsgrundlagen dienen können“. Auch, so zu Guttenberg, „wird mir zu viel und zu schnell nach dem Staat gerufen“.  Stattdessen bringt der Bundeswirtschaftsminister eine Insolvenz als Alternative ins Gespräch.

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Eine Insolvenz bedeute nicht automatisch den Untergang eines Unternehmens, sagte zu Guttenberg der WirtschaftsWoche: „Wenn das Geschäftsmodell zukunftsträchtig ist, kann eine Insolvenz auch arbeitsplatzerhaltend wirken.“

Dass dabei Eigentümer und Gläubiger Geld verlieren könnten, ficht zu Guttenberg nicht an: „Dafür ist unser Staat weiß Gott nicht da. Es gehört für mich zum Wesen der Marktwirtschaft, dass Geldgeber ihr Engagement zunächst genau prüfen  und bei falschen Investments dafür gerade stehen, nicht wir Steuerzahler.“

Im Gespräch mit der WirtschaftsWoche nimmt Bundeswirtschaftsminister zu Guttenberg die Unternehmerin Maria-Elisabeth Schaeffler gegen persönliche Anfeindungen gegen "die Milliardärin" in Schutz: „Ich möchte doch manchen Verantwortungsträger bitten, die Formen des Anstands zu wahren und keine Pauschalurteile über Unternehmer zu fällen.

Viele Familienunternehmer haben einen Großteil ihres Vermögens in ihr Unternehmen investiert. Das liegt dann nicht auf Banken unter Palmen, sondern kommt direkt vielen Tausend Beschäftigten zugute.“

Allerdings könne die Offenlegung von Vermögen „ein additives Element sein“. Zu Guttenberg: „Aber an der Offenlegung von persönlichen Vermögensverhältnissen kann ich noch nicht den Gesundheitszustand eines Unternehmens erkennen. Für mich ist auch im Fall Schaeffler der Maßstab das Unternehmen, nicht der Unternehmer.“

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