Autonomes Fahren: Alexander Dobrindt will selbstfahrende Autos in Städten testen

Autonomes Fahren: Alexander Dobrindt will selbstfahrende Autos in Städten testen

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Ein Mitarbeiter von Bosch fährt auf der Autobahn 81 bei Abstatt (Baden-Württemberg) in einem Auto, das als Prototyp für autonomes Fahren genutzt wird.

Geht es nach Verkehrsminister Alexander Dobrindt, werden autonom fahrende Autos demnächst nicht nur auf der Autobahn, sondern auch in Städten getestet. Den Anfang soll laut dem Minister Ingolstadt machen.

Das autonome Fahren soll künftig außer auf der Autobahn auch in Städten getestet werden. "Wir sind gerade dabei, mit der Stadt Ingolstadt eine Vereinbarung zu treffen", sagte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt am Montag in München. Auch mit weiteren Städten werden demnach Möglichkeiten ausgelotet.

Welche Assistenzsysteme es schon gibt und wann Roboter das Steuer komplett übernehmen

  • 2013

    • Spurwechselassistent
    • Spurhalteassistent
    • Parkassistent (teilautomatisch)

  • 2013 - 2014

    Notbremsfunktion und Fußgängererkennung

  • 2015

    • Parken per Smartphone-App
    • Baustellenassistent
    • Notausweichassistent

  • 2016

    Stauassistent

  • 2017

    • Automatischer Notausweichassistent
    • Kreuzungsassistent

  • 2018 - 2020

    • Smartphonegesteuerter Einparkassistent
    • Autobahnpilot (teilautomatisch)

  • 2020 - 2025

    • Autobahnchauffeur (vollautomatisch)
    • Automatisches Fahren in der Stadt
    • Voll automatisiertes Parken

  • Nach 2025

    Hochautomatisiertes Fahren (von Tür zu Tür)

Versuche zum autonomen Fahren, bei dem die Technik den Wagen alleine steuert, finden derzeit vor allem auf der Autobahn statt, weil dort der Verkehr im Vergleich weniger komplex angelegt ist: kein Gegenverkehr, keine Kreuzungen, keine Fahrradfahrer oder Fußgänger. Das autonome Fahren gilt als eine der Schlüsseltechnologien für die Zukunft der Mobilität. Autobauer wie Daimler, BMW und Audi stecken Milliarden in Forschung und Erprobung - in der Hoffnung, irgendwann eine Führungsrolle einzunehmen.

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Dobrindts Ministerium hat im September 2015 auf der A9 zwischen München und Nürnberg ein "digitales Testfeld Autobahn" eingerichtet, um gemeinsam mit Fahrzeugherstellern, Zulieferern, Telekommunikationsunternehmen und Wissenschaft Technologien zu erproben. Daran beteiligen sich jetzt auch Infineon und die Siemens-Sparte Mobility: Sie stellen Radartechnologie zur Verfügung, um Echtzeit-Daten zu Verkehrsfluss und -dichte, Geschwindigkeit und Fahrverhalten der Autos zu gewinnen.

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Die Anlagen - derzeit sind circa zehn Radarmasten geplant - sollen 2017 in Betrieb gehen. Der Verkehrsminister sagte, die anonymen, nicht-individualisierten Datensätze seien dann auf einer offenen Plattform seines Hauses für "Menschen mit Ideen" zugänglich, die daraus konkrete Anwendungen entwickeln wollten.

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