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Axel Weber: Bundesbankpräsident lehnt Steuersenkungen ab

von Konrad Handschuch

Der Präsident der Deutschen Bundesbank, Axel Weber, lehnt die von der Koalition geplanten Steuersenkungen ab. Auch in anderen Fragen äußerte er sich kritisch und will "mehr Distanz" zur neuen Bundesregierung.

Bundesbankpraesident Axel Quelle: AP
Bundesbankpraesident Axel Weber Quelle: AP
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Bundesbankpräsident Axel Weber hat einen härten Umgang mit der neuen Bundesregierung angekündigt. Die Zeit, in der zur Bewältigung der Finanzkrise eine enge Zusammenarbeit mit der Regierung angezeigt war, sei jetzt vorbei, sagte der Notenbanker Donnerstag vergangener Woche in Berlin bei den Schönhauser Gesprächen des Bundesverbands deutscher Banken.

Zur neuen Bundesregierung gelte es nunmehr eine „neue Distanz" zu finden. Gleichzeitig forderte der Bundesbankpräsident die Regierung dazu auf, spätestens „ab dem übernächsten Jahr" den „zügigen Ausstieg aus der sehr expansiven fiskalischen Ausrichtung" zu vollziehen. Spätestens 2012 müsse Deutschland die Defizitgrenze des europäischen Stabilitäts- und Wachstumspakts wieder einhalten.

Weber gegen Steuersenkungen

Zwar sei noch 2010 eine verschlechterte Haushaltslage aufgrund der bereits zu Jahresbeginn beschlossenen Maßnahmen hinnehmba". Doch weitere Steuersenkungen lehnt Weber ab: „Es stünde nicht im Einklang mit dem Pakt, auf die durch die beschlossenen Maßnahmen bereits angelegte strukturelle Verschlechterung der Haushaltslage im kommenden Jahr noch draufzusatteln", sagte Weber mit Blick auf die im Koalitionsvertrag zwischen Union und FDP vereinbarten fiskalischen Erleichterungen.

Weber kündigte darüber hinaus an, die Europäische Zentralbank (EZB) werde „früher als viele denken" die geldpolitischen Zügel anziehen und die in der Krise ausgedehnten Instrumente zur Liquiditätsversorgung zurücknehmen. Dabei werde sich die EZB nicht an der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt orientieren, da die Beschäftigung ein der konjunkturellen Entwicklung nachlaufender Indikator sei. Zur Sicherstellung der Preisstabilität, so Weber, werde sich die EZB nicht nur an der Entwicklung der Verbraucherpreise, sondern künftig verstärkt auch an der Expansion der Geldmenge und insbesondere der Kreditversorgung orientieren.

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3 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 30.10.2009, 15:56 UhrAnonymer Benutzer: leser

    Axel Weber ist ein Depp. Er beaufsichtigt eine behörde, die überflüssig ist und riskiert noch eine große Lippe.
    Durch Mitarbeiter der bundesbank habe ich Einblicke in diesem Schmarotzerinstitut. Hoch bezahlt, größtenteils beschäftigen sie sich mit Zeitungslesen. in Zukunft bekommen sie die Aufgabe der bankenaufsicht zugeteilt und sind durch mangelhafte Kenntnisse und jahrelange Untätigkeit, solch einer Aufgabe überhaupt nicht gewachsen. Ob bundesbank oder Landesbanken, GEZ, Lotterie, ZDF, ARD, Hessischer Rundfunk, alles Schmarotzer, die dem normalen bürger ein haufen Geld kosten.

  • 29.10.2009, 23:05 UhrAnonymer Benutzer: Mariposa

    Der Herr Weber ist wohl von allen guten Geistern verlassen.
    1. Die inflation kommt zwar. Zur Zeit sind die Kapazitätsauslastungen der industrie noch weit von Auslastungen entfernt, die Preiserhöhungen zulassen würden.
    2. Die Kreditversorgung der Wirtschaft ist ins Stocken geraten. Zum Einen wegen der Finanzkrise, zum Anderen wegen der nun auch schlechten Wirtschaftslage. Die in die Wirtschaft gepumpte Liquidität wird derzeit von den banken zur eigenen Sanierung verwendet. Jeder Kredit muss zudem mit entsprechendem Anteil an Eigenkapital hinterlegt sein. Das verteuert und verknappt Kredite.
    3. Jetzt schon über Zinserhöhungen der EZb laut nachzudenken gibt dem - insbesondere deutschen - Export einen weiteren Rückschlag. Die Folge ist doch, dass an den Finanzmärkten bereits im Vorfeld dann auf einen weiteren Anstieg des Euro-Kurses spekuliert wird, was unsere Waren weiter im Ausland verteuern würde.
    4. Das bischen inlandskonjunktur bekommt ebenfalls eine Dämpfer.
    Also Herr Weber, etwas mehr Zurückhaltung und nicht so viele dicke Dacken machen.

  • 29.10.2009, 19:38 UhrAnonymer Benutzer: Das bewegt die Welt de

    Das kann ja heiter werden wenn die EZb die Zinsen erhöht.
    Dann kommt der Staatsbankrott umso schneller. Die Ezb weiss ganz genau das sie die Zinsen gar nicht mehr erhöhen kann! Tut sie das sind die Staaten zahlungsunfähig! Oder die Regierungen müssen massiv die Steuern erhöhen. Dann würgt sie die Wirtschaft komplet ab und wir stehen wieder da wo wir letztes Jahr im Oktober standen. Mit dem Unterschied das sich alle EU Staaten massivst verschuldet haben. Man kann es drehen wie man will es gibt kein entkommen! Staatsbankrot 2013. Mehr und gute infos gibt es hier!
    http://www.das-bewegt-die-welt.de/

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