Bahnticket für Abgeordnete: Steinbrück benutzte Gratis-Karte für Privatreisen

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Bahnticket für Abgeordnete: Steinbrück benutzte Gratis-Karte für Privatreisen

Neuer Wirbel um Peer Steinbrück: Für die Reisen zu seinen heftig umstrittenen Honorarvorträgen hat der SPD-Kanzlerkandidat offenbar mehrfach die Gratiskarte der Bahn für Abgeordnete benutzt.

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück ist offenbar mehrfach mit der Netzkarte der Bahn für Bundestagsabgeordnete kostenfrei zu Honorarvorträgen gereist. In der "Bild"-Zeitung räumte Steinbrücks Sprecher Michael Donnermeyer ein, es sei "wahrscheinlich zutreffend, dass Herr Steinbrück für die An- oder Abreise mit der Bahn auch seine DB-Netzkarte benutzt hat".

Zugleich betonte Donnermeyer: "Alle Reisekosten, die Peer Steinbrück im Rahmen seiner Vortragsaktivitäten entstanden sind, wurden beim jeweiligen Veranstalter abgerechnet. Dem Deutschen Bundestag und damit dem Steuerzahler sind daraus keine Kosten entstanden."

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Vortragshonorare Steinbrück hat schon verloren

Die Offenlegung seiner Honorare machte Steinbrück nicht glaubwürdiger. Die Wähler haben ihm nicht verziehen. In einer aktuellen Umfrage fällt Steinbrück stark in der Wählergunst.

huGO-BildID: 28571240 Berlin/ Peer Steinbrueck, frueherer Bundesfinanzminister und designierter SPD-Spitzenkandidat fuer die Bundestagswahl 2013, steht am Dienstag (30.10.12) in Berlin im Willy-Brandt Haus bei einer Pressekonferenz zu seinen Nebeneinkuenften. Steinbrueck hat seine umstrittenen Vortragshonorare in Hoehe von 1,25 Millionen Euro verteidigt. Die Vorwuerfe, er sei deswegen abhaengig von den Auftraggebern geworden, seien "absurd", sagte der fruehere Finanzminister am Dienstag in Berlin. Steinbrueck bestritt auch Vorwuerfe, er habe wegen seiner vielen Vortragsreisen seine eigentliche Arbeit als Bundestagsabgeordneter vernachlaessigt. Zugleich raeumte er ein, zwei Vortraege nicht korrekt dem Bundestag gemeldet zu haben. Dies werde er zuegig nachholen. (zu dapd-Text) Foto: Oliver Lang/dapd Quelle: dapd

Für rund 90 Vorträge und Auftritte zwischen 2009 und 2011 hat Steinbrück insgesamt 1,25 Millionen Euro Honorar erhalten. Erst am Montag hatte die SPD-Spitze Steinbrück ihr volles Vertrauen ausgesprochen. Die Offenlegung der Einkünfte sei eine Aufforderung an Union und FDP, diesem Beispiel zu folgen, sagte SPD-Chef Sigmar Gabriel nach einer Sitzung in Berlin. Er sei sich sicher, dass gegen Steinbrück „nichts mehr übrig geblieben ist“, zeigte sich Gabriel überzeugt.

In der Sitzung hatte der Ex-Finanzminister erneut betont, er habe sich zu keinem Zeitpunkt in einem Abhängigkeitsverhältnis mit seinen Auftraggebern befunden. Auch Parteilinke zeigten sich mit den Erklärungen zufrieden. Es gebe zwar weiter Stirnrunzeln auch bei SPD-Mitgliedern über die Höhe der Vortragshonorare. Dies disqualifiziere Steinbrück aber nicht für sein Spitzenamt.

Bei den Bürgern verliert Steinbrück im Wahltrend jedoch weiter an Sympathie: Bei einer Direktwahl des Regierungschefs erhielte er mit 26 Prozent noch einmal drei Punkte weniger als in der Woche zuvor. Kanzlerin Angela Merkel erhielte 53 Prozent Zustimmung. Anfang Oktober lag Steinbrück noch bei 35 Prozent und Merkel bei 46 Prozent, teilten "Stern" und RTL mit.

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