Balkanroute geschlossen: Immer weniger Flüchtlinge kommen nach Deutschland durch

Balkanroute geschlossen: Immer weniger Flüchtlinge kommen nach Deutschland durch

, aktualisiert 10. März 2016, 18:13 Uhr
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Die Flüchtlingszahlen nehmen ab. Wegen der Schließung der Balkanroute schaffen es nur noch die wenigsten Flüchtlinge, bis nach Deutschland vorzudringen.

Quelle:Handelsblatt Online

Bis zu 2000 Flüchtlinge erreichen täglich Griechenland. Nach Deutschland schaffen es aber nur noch die wenigsten: Seit der Schließung der Balkanroute geht die Zuwanderung in die Bundesrepublik drastisch zurück.

Berlin/MünchenDurch die Beschränkungen für Flüchtlinge entlang der Balkanroute bleibt die Zahl der Einreisen nach Deutschland auf einem sehr niedrigen Niveau. Am Mittwoch verzeichnete die Bundespolizei den zweitniedrigsten Tageswert in diesem Jahr. 125 Menschen seien im Bundesgebiet angekommen, davon 89 in Bayern, sagte ein Sprecher der Behörde am Donnerstag in Potsdam. Am Dienstag waren es deutschlandweit 162 Personen. Im März kamen bislang im Schnitt knapp 313 Migranten pro Tag nach Deutschland. Der bisher niedrigste Tageswert im Jahr 2016 wurde mit 103 Einreisen am 23. Februar ermittelt.

Mehr als 2000 neue Flüchtlinge waren zuletzt am 15. Februar bei Kontrollen in Grenznähe festgestellt worden. Danach fiel die Zahl zunächst auf unter 900 Personen pro Tag, seit zwölf Tagen liegt sie unter 600 pro Tag.

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Der bayerische Ministerpräsident, der seit langem eine Obergrenze für den Flüchtlingszustrom fordert und darüber mit Bundeskanzlerin Angela Merkel streitet, zeigte sich zufrieden mit der Entwicklung. Diese Zahlen seien verkraftbar, zumal die Flüchtlinge in ganz Deutschland verteilt würden, sagte er nach einem Treffen mit dem tschechischen Ministerpräsidenten Bohuslav Sobotka. Höchste Priorität in der Flüchtlingskrise habe für ihn eine europäische Lösung, die Verhandlungen und Ergebnisse mit der Türkei einschließe, und der wirksame Schutz der Außengrenzen Europas mit dem Ziel, den Zustrom zu begrenzen.

An den Außengrenzen der EU zu kontrollieren und Menschen zu registrieren sei „humaner, als die Flüchtlinge in ganz Europa rumzuschicken“ und dann wieder zurück. Für den nächsten EU-Gipfel am 17. März wünsche er der Bundeskanzlerin viel Erfolg. „Ich hoffe, es wird nicht wieder ein Gipfel der Vertagungen“, fügte er hinzu.

Quelle:  Handelsblatt Online
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