BAMF-Chef Weise: 360.000 Asylanträge sind nicht bearbeitet

BAMF-Chef Weise: 360.000 Asylanträge sind nicht bearbeitet

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Frank-Jürgen Weise

von Christian Ramthun

Das Bundesamt für Migration rechnet bis Mitte 2016 mit dramatischen Zuständen bei der Registrierung von Asylbewerbern. Das dürfte die deutschen Behörden in absehbarer Zeit überfordern.

Der Ansturm von Flüchtlingen dürfte die Behörden in Deutschland in absehbarer Zeit weiterhin überfordern. Zu dieser Einschätzung kommt Frank Weise, Chef der Bundesagentur für Arbeit und seit kurzem auch des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Der Rückstand von nicht bearbeiteten Asylanträgen liege derzeit bei 360.000. Darüber hinaus gebe es schätzungsweise 300.000 Personen, die zwar schon in Deutschland seien, aber noch keinen Antrag gestellt hätten. Zu diesem Rückstand kämen die täglich neu nach Deutschland strömenden Flüchtlinge.

Weise prophezeit daher zumindest bis Mitte dieses Jahres eine dramatische Lage für das BAMF. Noch mehr zusätzliches Personal sei dabei jedoch keine Option, da die bereits bewilligten Kräfte auch noch eingearbeitet werden müssten.

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Der BAMF-Chef erklärte in Wildbad Kreuth, wo ihn die CSU-Landesgruppe im Bundestag eingeladen hat, dass es auch für seine Behörde eine Grenze der Belastung gebe, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer hat kurz zuvor die Zahl von 200.000 Zuwanderern jährlich als maximal verkraftbar genannt. 

In Wildbad Kreuth rang die CSU am dritten Klausurtag noch um einen Beschluss zur Integration von Flüchtlingen. Vielen Abgeordneten war der im Entwurf formulierte Ton, wie sich Ausländer sprachlich, kulturell und am Arbeitsmarkt integrieren sollen, viel zu freundlich.

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