Bankangestellte: Erste Tarifrunde endet ergebnislos

Bankangestellte: Erste Tarifrunde endet ergebnislos

, aktualisiert 04. Mai 2016, 18:53 Uhr
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Verhandelt wird über die Gehälter von rund 230.000 Beschäftigten. Immer mehr Banker werden allerdings außertariflich bezahlt. Verdi will erreichen, dass der zu vereinbarende Tarifabschluss auch für sie gilt.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Gewerkschaften Verdi und DBV fordern eine Gehaltserhöhung um 4,9 Prozent für Bankangestellte. Die Arbeitgeber winken ab – und verweisen auf die schlechte Lage der Branche und die trüben Aussichten.

FrankfurtDie erste Tarifrunde für die privaten und öffentlichen Banken ist ergebnislos zu Ende gegangen. Die Arbeitgeber legten kein eigenes Angebot vor, wie ein Sprecher des Arbeitgeberverbandes des privaten Bankgewerbes (AGV) am Mittwoch in Berlin sagte. Verhandlungsführer Heinz Laber, Personalchef der HypoVereinsbank (HVB), kritisierte die Forderung der Gewerkschaften Verdi und DBV nach einer Gehaltserhöhung um 4,9 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten als „entschieden zu hoch“. „Dieses Niveau ist weit entfernt von allem, was wir uns derzeit leisten können.“ Die Gewerkschaft DHV war mit einer Forderung von 4,6 Prozent mehr Gehalt in die Verhandlungen gegangen.

Die zweite Runde ist für den 1. Juni in Berlin angesetzt. Gunar Feth, der für die Landes- und Förderbanken mit am Tisch sitzt, forderte die Arbeitnehmervertreter auf, „ganz erheblich von ihren unrealistischen Vorstellungen“ abzurücken. Die Lage der Branche habe sich verschlechtert, Besserung sei nicht in Sicht. Verdi-Verhandlungsführer Christoph Meister sieht die Banken dagegen durchaus in der Lage, diese Gehaltserhöhungen zu stemmen. „Wenn die Banken in Deutschland jammern, dann tun sie das auf einem sehr hohen Niveau“, sagte er vor dem Auftakt der Gespräche.

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Verhandelt wird über die Gehälter von rund 230.000 Beschäftigten. Immer mehr Banker werden allerdings außerhalb des Tarifsystems – also außertariflich -–bezahlt. Verdi will deshalb erreichen, dass der zu vereinbarende Tarifabschluss auch für sie gilt. Der AGV lehnt das ab, will aber grundsätzlich über das Thema sprechen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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