Bankenpräsident: Fitschen zeigt Verständnis für Mindestlohn

Bankenpräsident: Fitschen zeigt Verständnis für Mindestlohn

, aktualisiert 18. Mai 2014, 11:45 Uhr

Der Mindestlohn ist beschlossene Sache - allerdings mit Übergangsregeln: Nun hat Banken-Präsident Fitschen Verständnis für einen verbindlichen Mindestlohn gezeigt, hält ihn ordnungspolitisch aber für falsch.

Banken-Präsident Jürgen Fitschen hat Verständnis für einen verbindlichen Mindestlohn gezeigt. Ordnungspolitisch halte er ihn zwar für falsch, er werde auch sicher Arbeitsplätze kosten. „Aber wenn dieser Jobverlust begrenzt bleibt und die Regelung gleichzeitig zum sozialen Frieden beiträgt, kann es diesen Preis wert sein“, sagte der Vorstandschef der Deutschen Bank und Präsident des Bundesverbands deutscher Banken (BdB) der „Welt am Sonntag“. Denn in einigen Bereichen könnten Arbeitnehmer offenbar nicht von ihrer eigenen Arbeit leben, ohne dass der Staat subventionierend eingreife. Industrie-Präsident Ulrich Grillo lehnte dagegen in dem Doppelinterview eine verbindliche Lohnuntergrenze kategorisch ab.

Das Bundeskabinett hat beschlossen, dass ab 2015 prinzipiell ein Mindestlohn von 8,50 Euro je Stunde zu zahlen ist, allerdings mit Übergangsregelungen. Für künftige Steigerungen soll dann eine Kommission aus Arbeitgebern und Gewerkschaften zuständig sein. Strittig sind noch eventuelle Ausnahmeregelungen. Der Bundestag hat noch nicht abgestimmt.

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Industriepräsident Ulrich Grillo bekräftigte dagegen seine Ablehnung eines Mindestlohns. Dieser werde Arbeitplätze kosten. Für die Industrie seien die vorgesehen 8,50 Euro aber ohnehin kein Thema, weil sie schon jetzt deutlich mehr bezahle. So lägen allein die Einstiegslöhne im Industriesektor bei 15 Euro, sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI).

In der Schweiz stimmten die Wähler am Sonntag über die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns ab. Sollte sich die Volksinitiative "Für den Schutz fairer Löhne" durchsetzen, würde dort mit umgerechnet etwa 18 Euro pro Stunde künftig der höchste Mindestlohn der Welt gelten. In Deutschland sollen ab 2015 wenigstens 8,50 Euro in der Stunde gezahlt werden.

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