Bauboom in Deutschland: Geplante Finanzspritzen treiben Immobilienpreise

ThemaImmobilien

Bauboom in Deutschland: Geplante Finanzspritzen treiben Immobilienpreise

von Christian Ramthun und Cordula Tutt

Die Bundesregierung will den Traum von den eigenen vier Wänden finanziell mal wieder fördern. Doch die Pläne treiben gleichzeitig die Kosten, statt sie bezahlbar zu machen.

Die Immobilienpreise? Kennen seit Jahren nur eine Richtung: steil nach oben. Die Steuern, die beim Kauf fällig sind? Klettern und klettern. Wer lieber selber bauen möchte? Muss immer strengere und damit teurere Energiesparauflagen erfüllen. Wer jetzt überhaupt noch in Boomgegenden ins Rennen um eine Wohnung oder ein Häuschen einsteigt, bei dem stellt sich schnell Ernüchterung ein: Für viele Deutsche, auch und gerade aus der Mittelschicht, bleibt der Lebenstraum vom Eigentum unerfüllbar. Trotz extrem niedriger Hypothekenzinsen.

Wie wohnst du – das ist wieder eine soziale Frage geworden. Und die große Koalition ist offenbar fest entschlossen, noch vor der Bundestagswahl im Herbst 2017 milliardenschwere Antworten anzubieten, vor allem für Familien mit Wunsch nach Eigentum.

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Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) war die Erste, die konkret wurde. Die Sozialdemokratin stellte ein Baukindergeld zwischen 8000 und 20 000 Euro in Aussicht – variabel je nach Zahl der Sprösslinge und konzentriert auf Regionen mit hohen Baupreisen. Hendricks, so heißt es in Regierungskreisen, will noch vor Weihnachten ihr Konzept für bau- und kaufwillige Familien vorstellen, abgestimmt mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU).

Die teuersten und günstigsten Stadtteile der Metropolen

  • Hamburg

    Die teuersten Stadtteile:

    Stadtteil

    Kaufpreis

    (Euro/qm)

    Kaltmiete

    (Euro/qm)

    Miet-

    rendite¹

    Preis-

    prognose²

    Erschwing-

    lichkeit³

    Hafencity5200k. A.k. A.+3 bis +8%sehr niedrig

    Harvesteh./

    Rotherbaum

    500013,803,1+8%sehr niedrig
    Winterhude430011,703,1+8%sehr niedrig

    Die günstigsten Stadtteile:

    Stadtteil

    Kaufpreis

    (Euro/qm)

    Kaltmiete

    (Euro/qm)

    Miet-

    rendite¹

    Preis-

    prognose²

    Erschwing-

    lichkeit³

    Billstedt/

    Horn

    21008,304,5+2 bis -2%hoch

    Harburg/

    Wilhelmsburg

    20507,904,3+2 bis -2%sehr hoch

    k. A. = keine Angabe; durchschnittliche Angebotspreise von 2014, 3-Zimmer-Wohnung mit 80 Quadratmetern, 30 Jahre alt; ¹ Jahres-Netto-Kaltmiete im Verhältnis zum Kaufpreis zuzüglich 2 % Kosten für Notar und Grundbuch sowie 3,5 bis 6,5 % Grunderwerbsteuer (je nach Bundesland), die tatsächliche Rendite ist wegen laufender Kosten geringer; ² Prognose für die nächsten drei Jahre; ³ Verhältnis lokale Kaufkraft/Immobilienpreise, von sehr hoch bis sehr niedrig; Quelle: Immobilienscout 24, Empirica, GfK GeoMarketing, eigene Recherche

    Miet- und Kaufpreise für weitere Hamburger Stadtteile finden Sie in unserem Download "Mieten oder kaufen?" für 1,99 Euro.

  • Berlin

    Die teuersten Stadtteile:

    Stadtteil

    Kaufpreis

    (Euro/qm)

    Kaltmiete

    (Euro/qm)

    Miet-

    rendite¹

    Preis-

    prognose²

    Erschwing-

    lichkeit³

    Grunewald335010,803,6+8%mittel
    Mitte31009,803,5+8%sehr niedrig
    Prenzlauer Berg27509,703,9+8%sehr niedrig

    Die günstigsten Stadtteile:

    Stadtteil

    Kaufpreis

    (Euro/qm)

    Kaltmiete

    (Euro/qm)

    Miet-

    rendite¹

    Preis-

    prognose²

    Erschwing-

    lichkeit³

    Spandau14506,404,9+8%sehr hoch

    Marzahn/

    Hellersdorf

    12005,605,2+3 bis +8%sehr hoch

    k. A. = keine Angabe; durchschnittliche Angebotspreise von 2014, 3-Zimmer-Wohnung mit 80 Quadratmetern, 30 Jahre alt; ¹ Jahres-Netto-Kaltmiete im Verhältnis zum Kaufpreis zuzüglich 2 % Kosten für Notar und Grundbuch sowie 3,5 bis 6,5 % Grunderwerbsteuer (je nach Bundesland), die tatsächliche Rendite ist wegen laufender Kosten geringer; ² Prognose für die nächsten drei Jahre; ³ Verhältnis lokale Kaufkraft/Immobilienpreise, von sehr hoch bis sehr niedrig; Quelle: Immobilienscout 24, Empirica, GfK GeoMarketing, eigene Recherche

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  • Köln

    Die teuersten Stadtteile:

    Stadtteil

    Kaufpreis

    (Euro/qm)

    Kaltmiete

    (Euro/qm)

    Miet-

    rendite¹

    Preis-

    prognose²

    Erschwing-

    lichkeit³

    Bayenthal/

    Marienburg

    345010,203,3+8%hoch

    Altstadt/

    Neustadt

    340010,703,5+8%mittel

    Lindent./

    Sülz/

    Klettenb.

    330010,603,6+8%mittel

    Die günstigsten Stadtteile:

    Stadtteil

    Kaufpreis

    (Euro/qm)

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    (Euro/qm)

    Miet-

    rendite¹

    Preis-

    prognose²

    Erschwing-

    lichkeit³

    Langel/

    Zündorf

    16507,405,0+3 bis +8%sehr hoch
    Chorweilerk.A.6,80k.A.+2 bis -2%sehr hoch

    k. A. = keine Angabe; durchschnittliche Angebotspreise von 2014, 3-Zimmer-Wohnung mit 80 Quadratmetern, 30 Jahre alt; ¹ Jahres-Netto-Kaltmiete im Verhältnis zum Kaufpreis zuzüglich 2 % Kosten für Notar und Grundbuch sowie 3,5 bis 6,5 % Grunderwerbsteuer (je nach Bundesland), die tatsächliche Rendite ist wegen laufender Kosten geringer; ² Prognose für die nächsten drei Jahre; ³ Verhältnis lokale Kaufkraft/Immobilienpreise, von sehr hoch bis sehr niedrig; Quelle: Immobilienscout 24, Empirica, GfK GeoMarketing, eigene Recherche

    Miet- und Kaufpreise für weitere Kölner Stadtteile finden Sie in unserem Download "Mieten oder kaufen?" für 1,99 Euro.

  • Frankfurt

    Die teuersten Stadtteile:

    Stadtteil

    Kaufpreis

    (Euro/qm)

    Kaltmiete

    (Euro/qm)

    Miet-

    rendite¹

    Preis-

    prognose²

    Erschwing-

    lichkeit³

    Westend475014,703,4+8%sehr niedrig
    Nordend415013,003,5+8%sehr niedrig
    Sachsenhausen360012,403,8+8%mittel

    Die günstigsten Stadtteile:

    Stadtteil

    Kaufpreis

    (Euro/qm)

    Kaltmiete

    (Euro/qm)

    Miet-

    rendite¹

    Preis-

    prognose²

    Erschwing-

    lichkeit³

    Riederwald/

    Fechenh.

    22508,904,4+3 bis +8%hoch

    Berkersh./

    Bonames

    22009,704,9+3 bis +8%sehr hoch

    k. A. = keine Angabe; durchschnittliche Angebotspreise von 2014, 3-Zimmer-Wohnung mit 80 Quadratmetern, 30 Jahre alt; ¹ Jahres-Netto-Kaltmiete im Verhältnis zum Kaufpreis zuzüglich 2 % Kosten für Notar und Grundbuch sowie 3,5 bis 6,5 % Grunderwerbsteuer (je nach Bundesland), die tatsächliche Rendite ist wegen laufender Kosten geringer; ² Prognose für die nächsten drei Jahre; ³ Verhältnis lokale Kaufkraft/Immobilienpreise, von sehr hoch bis sehr niedrig; Quelle: Immobilienscout 24, Empirica, GfK GeoMarketing, eigene Recherche

    Miet- und Kaufpreise für weitere Frankfurter Stadtteile finden Sie in unserem Download "Mieten oder kaufen?" für 1,99 Euro.

  • München

    Die teuersten Stadtteile:

    Stadtteil

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    (Euro/qm)

    Miet-

    rendite¹

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    prognose²

    Erschwing-

    lichkeit³

    Altstadt/

    Lehel

    640014,702,6+3 bis +8%niedrig
    Bogenhausen610015,903,0+3 bis +8%sehr niedrig

    Schwabing/

    Maxvorst.

    590015,002,9+3 bis +8%sehr niedrig

    Die günstigsten Stadtteile:

    Stadtteil

    Kaufpreis

    (Euro/qm)

    Kaltmiete

    (Euro/qm)

    Miet-

    rendite¹

    Preis-

    prognose²

    Erschwing-

    lichkeit³

    Ramersdorf/

    Perlach

    380012,303,7+8%niedrig
    Feldmoching355012,003,8+8%mittel

    k. A. = keine Angabe; durchschnittliche Angebotspreise von 2014, 3-Zimmer-Wohnung mit 80 Quadratmetern, 30 Jahre alt; ¹ Jahres-Netto-Kaltmiete im Verhältnis zum Kaufpreis zuzüglich 2 % Kosten für Notar und Grundbuch sowie 3,5 bis 6,5 % Grunderwerbsteuer (je nach Bundesland), die tatsächliche Rendite ist wegen laufender Kosten geringer; ² Prognose für die nächsten drei Jahre; ³ Verhältnis lokale Kaufkraft/Immobilienpreise, von sehr hoch bis sehr niedrig; Quelle: Immobilienscout 24, Empirica, GfK GeoMarketing, eigene Recherche

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Offenbar ist die Koalition sogar willens, Familien nicht nur in überhitzten Märkten unter die Arme zu greifen, sondern weiter zu gehen. „Wir diskutieren, die Förderung auch auf Regionen auszuweiten, die schrumpfen“, heißt es in Regierungskreisen. Möglicherweise wird der Zuschuss sogar ganz ohne Einschränkungen bundesweit gezahlt, wenn Schäuble genügend Geld bewilligt. Noch aber gibt es keine Einigung, betont das Finanzministerium.

SPD- und Unionspolitiker sind sich im Grundsatz weitgehend einig. Die CDU will auf ihrem Parteitag Anfang Dezember beschließen, dass Familien überall in Deutschland in den Genuss „einer ergänzenden kinderbezogenen Zahlung“ kommen, die „die Bildung von selbst genutztem Wohneigentum finanziell erleichtern soll“. Der fürs Bauen zuständige Unionsfraktionsvize im Bundestag, Georg Nüßlein (CSU), verlangt: „Wir müssen für alle Familien etwas tun, auch für die im ländlichen Raum.“

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