BDA-Chef: Arbeitgeberpräsident Kramer wirbt für noch mehr Einwanderung

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Ingo Kramer, Chef der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände

von Max Haerder

Deutschland braucht nach Einschätzung von Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer noch deutlich mehr Zuwanderung ausländischer Fachkräfte – trotz des gegenwärtigen Rekordzuzugs.

„So schön dieser Boom gerade ist: Die Gefahr ist noch lange nicht gebannt, denn der richtige Fachkräftemangel kommt erst noch in fünf bis zehn Jahren“, warnte der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) im Interview mit der WirtschaftsWoche. „Deswegen müssen wir uns kontinuierlich weiter bemühen, alle Möglichkeiten für den Arbeitsmarkt auszuschöpfen.“
Programme wie die Blue Card für hoch Qualifizierte seien ein guter Anfang. „Aber wir brauchen viel mehr Zuwanderung von Fachkräften ohne Studium. Da herrscht mir in der Politik zum Teil immer noch zu sehr eine Lieber-nicht-Haltung“, bemängelte Kramer. „Ich wünsche mir mehr Mut zum Aufbruch. Dazu gehört, dass wir die, die hier sind, intensiver fördern. Wer kein Deutsch lernt, kann nicht kommunizieren. Aber das ist im Leben wie im Beruf unerlässlich“, sagte er der WirtschaftsWoche.

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