BDI und IG Metall: Mindestlohn-Erhöhungen an Tariflöhne koppeln

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Ulrich Grillo (links) und Detlef Wetzel (rechts)

von Bert Losse und Henning Krumrey

Der Bundesverband der Deutschen Industrie und die IG Metall wollen gemeinsam verhindern, dass der Staat künftig über Erhöhungen des Mindestlohns mitbestimmt.

„Die Mindestlohn-Kommission darf kein Lohnfindungsgremium sein“, sagte IG-Metallchef Detlef Wetzel in der WirtschaftsWoche. Der Mindestlohn müsse sich an die Tariflöhne anlehnen und nicht umgekehrt. „Es würde zu starken Verwerfungen führen, wenn der Mindestlohn stärker stiege als die Tariflöhne oder wenn zusätzliche Aspekte wie die Lebenshaltungskosten einfließen würden“, warnt Wetzel. BDI-Chef Ulrich Grillo sicherte ihm dazu in der WirtschaftsWoche Unterstützung zu. „Man könnte mit einer Indexierung arbeiten oder aus den Tarifabschlüssen den Durchschnitt bilden“, so Grillo. So behielten "die Tarifparteien immerhin die Fäden in der Hand".

BDI-Chef Grillo: Mindestlohn erst ab 21 Jahren

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Ein höheres Einstiegsalter beim Mindestlohn fordert Ulrich Grillo. „Wenn junge Menschen eine Ausbildung anfangen, sind sie im Schnitt 19,8 Jahre alt. Der Mindestlohn sollte daher erst ab 21Jahren gezahlt werden“, sagt Grillo im Interview mit der WirtschaftsWoche. Sonst bestehe ein Anreiz für junge Leute, lieber einen lukrativen Mindestlohn-Job anzunehmen, statt eine Ausbildung zu machen. „Uns werden 2020 eine Million Fachkräfte fehlen. Da können wir es uns nicht leisten, dass junge Menschen keine Ausbildung machen, weil sie auf den schnellen Euro schauen“, warnt Grillo.

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