Das kosten unsere Staatsdiener
Nach strikten Regeln sollen die deutschen Beamten bezahlt werden. Sie sollen wirtschaftlich so unabhängig sind, dass sie vor Bestechung und Korruption geschützt sind. Das ist mit dem sogenannten Alimentierungsprinzip in Artikel 3, Absatz 5, des Grundgesetzes festgeschrieben. Die Besoldungsbestimmungen sind in Bund und Bundesländern ähnlich, auch die Höhe der Besoldung.

Da sieht man wieder wie unattraktiv das Beamtenum fuer Hochqualifizierte ist. Max 63TEUR als ChemieProf und das erst ab schaetzungsweise Lebensalter 48+. Beim Chemiekonzern verdoppelt sich das Gehalt ca. 12 Jahre frueher, mehr untergebenes Personal, schickeres Buero.

Der Vergleich zwischen Beamten und Angestellten ist unvollständig dargestellt.
Beamte müssen keine SV-Beiträge zahlen, deshalb ist ihr Netto bei gleichem Brutto deutlich höher. Bei 3.000 € Brutto ist das Netto ca. 600 € höher.
Dafür müssen Beamte sich aber zu 50 % privat Krankenversichern, was dann vom Netto abgezogen wird.
Für kleine Beamte ein Nachteil, für "große" Beamte ein Vorteil.

Nette Zusammenstellung - und dann ist nicht sarkastisch gemeint. ABER: Die Grundbezüge eines Beamten sind nur ein Teil der Gesamtbesoldung. 50-70 % (je nach Ehestand und Kinderzahl) der Arztkosten werden vom Steuerzahler bezahlt. Die gesamte Pension (ca. 71 % des letzten Bruttobezugs) zahlt der Steuerzahler. Es gibt eine unbegrenzte Fortzahlung im Krankheitsfall. Es gibt quasi eine beitragsfreie Erwerbsunfähigkeitsrente (MINDESTpension bei Dienstunfähigkeit gleich nach der Verbeamtung im gehobenen Dienst: €1.200). Beamte sind unkündbar. Es gibt eine weitreichende Teilzeitregelung bei Nachwuchs und sonstigen Anlässen.
Zählt man dies alles zum Grundbezug hinzu, relativieren sich die niedrigen Grundbezüge ganz schnell.