Berlin: Bundesregierung bezahlt Praktikanten am liebsten gar nicht

exklusivBerlin: Bundesregierung bezahlt Praktikanten am liebsten gar nicht

von Anja Stehle

Praktikanten, die in Bundesministerien arbeiten, werden weiterhin schlecht oder gar nicht bezahlt.

Obwohl die Regierung 2011 eine Praktikantenrichtlinie verabschiedet hat, die die Bezahlung regelt, hat sich die Lage nicht gebessert, erfuhr die WirtschaftsWoche aus den einzelnen Ministerien. Im Außen-, Wirtschafts-, Umwelt-, Innen-, Finanz- und Verteidigungsministerium erhalten Praktikanten keine Vergütung. Derzeit betrifft das mehr als 50 Studenten.

Grund ist die Richtlinie, die eigentlich die Situation der Praktikanten verbessern sollte. Die Richtlinie unterscheidet zwischen Pflichtpraktika und freiwilligen Praktika. Als Pflichtpraktika gelten Praxisaufenthalte, die in der Studienordnung vorgeschrieben sind. Hierfür sieht die Richtlinie keine Entlohnung vor. Freiwillige Praktikanten hingegen sollen 300 Euro pro Monat erhalten. Die Folge: Die Bundesministerien stellen vorrangig nur noch Pflichtpraktikanten ein.

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Der Bundestagsabgeordnete Kai Gehring (Grüne) hält diese Situation für unhaltbar: „Die Bundesregierung und ihre Ministerien müssen eine Vorbildfunktion einnehmen. Ein genereller Ausschluss von Vergütung ist nicht hinnehmbar und verletzt Fairness-Standards“, sagte er der WirtschaftsWoche. Auch im Verteidigungsministerium der ehemaligen Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) ist die Situation nicht anders: Praktikanten erhalten keine Vergütung. Dabei hatte von der Leyen im Rahmen der Initiative Fair Company die Wirtschaft aufgefordert, „angemessene Aufwandsentschädigungen zu zahlen“.

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