Berlin intern: Piraten als Retter

kolumneBerlin intern: Piraten als Retter

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Henning Krumrey, Leiter des Hauptstadtbüros der WirtschaftsWoche

Kolumne

Die Frage ist nicht, ob sich Geschichte wiederholt. Die Frage lautet: Wie oft?

Nicht schon wieder, stöhnen die Wahlkämpfer von CDU/CSU und FDP, wenn sie an die Ergebnisse der Landtagswahlen im Saarland, in Thüringen und Sachsen denken. Wieder – wie 2002 und 2005 – liegen die beiden bürgerlich genannten Parteien in den Umfragen zur Bundestagswahl monatelang vor der Konkurrenz aus dem linken Lager. Und wieder scheint der Union kurz vor dem Ziel die Luft auszugehen – die schwarz-gelbe Koalition bliebe Illusion.

Augen zu – CDU

Die Nervosität kriecht durch die Ritzen ins Konrad-Adenauer-Haus. Jetzt noch den Wahlkampfstil zu ändern wäre ein doppeltes Risiko: Es wirkte unglaubwürdig und passte auch nicht zur Person der Kanzlerin. Sie ist für spaltende Attacken nicht geeignet. Auffällig eindringlich verweisen gerade Spitzenleute wie Roland Koch darauf, dass die vertretenen Positionen dem Denken der Parteivorsitzenden entsprächen.

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Vorsichtshalber. Falls später Schuldige gesucht werden. Also denken die Christsozialen an den Spruch, den sie seit Jahrzehnten im Freundeskreis proklamieren, wenn die Zweifel am Kurs wachsen: Augen zu – CDU. Den Wahlverlierer von Thüringen hat die Angst schon alle Posten gekostet.

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