Bertelsmann Stiftung: Politik auf Schüler-Boom nicht vorbereitet

Bertelsmann Stiftung: Politik auf Schüler-Boom nicht vorbereitet

, aktualisiert 12. Juli 2017, 07:57 Uhr
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Im Jahr 2025 sei mit 8,3 Millionen Kindern und Jugendlichen an den allgemeinbildenden Schulen zu rechnen.

Quelle:Handelsblatt Online

Deutlich mehr Kinder kommen in den nächsten Jahren in die Schule. Nach einer Berechnung der Bertelsmann-Stiftung steigt die Zahl der Plätze nicht im gleichen Maße. Klassenräume und zehntausende Lehrer fehlen.

GüterslohDeutschland muss sich laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung auf deutlich steigende statt sinkende Schülerzahlen einstellen. Im Jahr 2025 sei mit 8,3 Millionen Kindern und Jugendlichen an den allgemeinbildenden Schulen zu rechnen, heißt es in der am Mittwoch veröffentlichten Untersuchung. Das seien rund 1,1 Millionen mehr als nach bisherigen Prognosen der Kultusminister der Länder, die aus dem Jahr 2013 stammten. Damals seien steigende Geburtenraten und eine Zuwanderung in Rekordhöhe nicht abzusehen gewesen. „Jetzt gilt es, in zusätzliche Lehrer und Schulen zu investieren“, forderte Stiftungsvorstand Jörg Dräger.

Auf die Bundesländer kommen nach Einschätzung der Forscher Milliarden-Investitionen zu, weil Zehntausende Lehrer und Klassenräume fehlten. Im Jahr 2025 werde es an den allgemeinbildenden Schulen etwa 300.000 Schüler mehr geben als 2015. „Mit diesem Schüler-Boom hat kaum jemand gerechnet“, erklärte Dräger. „Viele Bundesländer müssen komplett umdenken.“ Für 2030 kalkulieren die Forscher durch den Schüler-Boom mit um 4,7 Milliarden Euro höheren Bildungsausgaben jährlich als derzeit.

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Die letzte „Vorausberechnung der Schüler- und Absolventenzahlen“ der Kultusministerkonferenz stammt aus dem Jahr 2013. Darin wird für 2025 von knapp 7,6 Millionen Schülern an allgemeinbildenden Schulen ausgegangen. Die Bertelsmann-Forscher haben davon noch Schüler an Förderschulen und im zweiten Bildungsweg abgezogen, so dass nach ihren Berechnungen die Länderminister von 7,2 Millionen Schülern ausgingen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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