Berühmte letzte Worte: Die drei sinnlosesten Kartelle

kolumneBerühmte letzte Worte: Die drei sinnlosesten Kartelle

Kolumne von Ralf Schwartz

Verzweifelte Manager bilden Kartelle. Verzweifelte Politiker gewähren Monopole. Zusammen verbünden sie sich zu Kartellen der Dummheit und Einfalt. Ein Teufelskreis.

Jürgen Markus' Songtitel 'Auf dem Karussell fahren alle gleich schnell' ist längst zur perfiden Vision aller Kartelle mutiert - gegen uns Konsumenten, die Aktionäre, unsere Gesellschaft und unser aller Zukunft.

Kartelle sind geronnene gestrige Erfolge. Betoniertes Denken und Handeln. Kartelle sind die Waffe des Establishments gegen die Jugend und das Anderssein, die Innovation und Revolution, die Vielfalt und den Fortschritt. Kartelle sind Spaßbremsen. Der Verrat an der freien Marktwirtschaft.

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Warum sind sie in Managerkreisen trotzdem so überaus beliebt? Nun, sie erleichtern das Leben ungemein. Sie gaukeln Politik, Konsumenten, Aktionären schlicht Leistung, Wachstum und bonuswerte Strategie vor. Vor allem, wenn Manager ansonsten auf ganzer Linie versagen. Einfacher kann man Erfolg nicht vortäuschen. Einfacher kann man sein Geld nicht verdienen - ob als ganzes Unternehmen oder einzelner Manager.

Preisabsprachen Keine Gnade mit dem Aufzugs-Kartell

Richter zwingen die Kartellsünder mit hohen Strafen und harten Auflagen in die Knie. Das verbessert die Aussicht auf hohen Schadensersatz für die geschädigten Städte.

Quelle: dpa

Wobei 'verdienen' mehr als ein Euphemismus ist, denn das Gegenteil ist der Fall. Kartelle zerstören Unternehmen. Zerstören Unternehmenskulturen. Zerstören individuelle Motivation und Engagement. Zerstören die freie Wirtschaft. Rauben die Luft zum kreativen Atmen und den Verstand für relevante Investitionen.

1. Das Kartell der Gier

Das langweiligste und am wenigsten ambitionierte Kartell ist das der materiellen Gier. Preisabsprachen sind hier das Mittel der Wahl, um Umsätze zu halten, Marktanteile zu zementieren, kreatives Denken und Innovation zu ersetzen.

Die Wiwo hat ganze Bilderstrecken solch gescheiterter Existenzen, die wohl noch stolz auf ihr unternehmerisches Versagen sind: Bier, Tapeten, Autoersatzteile, Aufzüge, Beton, etc.

2. Das Kartell der Macht

Aus Gier wird Machtgier. Macht hilft ungemein, die kumulierte Gier mit noch weniger Aufwand zu befriedigen. Klingt fast wie ein ökonomischer Grundsatz!

Das Kartell der Macht ist nah am Monopol. Das Kartell der Macht wird forciert von Leuten, die zu schwach, zu feige, zu inkompetent für ein wirklich cooles Monopol basierend auf herausragend distinktiver Leistung sind.

Kartelle der Macht sind 'artifizielle Monopole'. Monopole, die durch Gesetze geschaffen werden, die nicht auf der Leistung des Anbieters beruhen, sondern auf seinen Beziehungen. Um diese zu identifizieren müsst Ihr einfach der Spur des Lobbyisten folgen.

Die Deutsche Bahn bildet, neben Deutscher Telekom und Deutscher Post, ein artifizielles Monopol. Berlin schöpft Gewinne ab, um Löcher anderswo zu stopfen, statt beispielsweise die Bahn - und ihr Management - von Grund auf zu restaurieren bzw. den Nahverkehr durch kostenlose Nutzung zu revolutionieren.

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