Berühmte letzte Worte: Diese Frauen-Quote ist eine Zote!

kolumneBerühmte letzte Worte: Diese Frauen-Quote ist eine Zote!

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Frauenquote? Wenn schon, dann doch bitte auch richtig! Die Einigung von SPD und CDU in den Koalitionsverhandlungen ist schwach, findet unser Kolumnist Ralf Schwartz.

Kolumne von Ralf Schwartz

Wenn schon Quote, dann wenigstens frauenfeindlich! Eindrucksvoller als die Koalition kann man die Gleichstellung der Business-Frau nicht zu Grabe tragen, meint unser Kolumnist.

Gut, die Euphemismen der Regierenden, ihre Nebelkerzen und Potjemkinschen Dörfer sind immer leicht durchschaubar. Aber mit der Quote schießen sie wirklich den Vogel ab. Genial. Von Frauen erdacht!

Schauen wir uns kurz die wenigen Fakten an:

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"Union und SPD haben sich in ihren Koalitionsverhandlungen auf eine gesetzliche Quote für Frauen in den Führungsetagen der Wirtschaft geeinigt. Nach dem Willen der Unterhändler [...] sollen in Aufsichtsräten börsennotierter Unternehmen, die ab dem Jahr 2016 neu besetzt werden, mindestens 30 Prozent Frauen vertreten sein. Darüber hinaus müssen große Unternehmen ab 2015 eigene verbindliche Ziele für die Erhöhung des Frauenanteils in Aufsichtsrat, Vorstand und den obersten Management-Ebenen definieren und veröffentlichen."

Ich darf dies kurz kommentieren:

- "Aufsichtsrat" (AR): trifft sich alle paar Monate, um den Vorstand zu beaufsichtigen, der die eigentliche Führungsarbeit erledigen sollte. Im Vorstand sitzen meist die besten Freunde des AR - vice versa. Siehe den sogenannten Aufsichtsrat von Bayern München in der Causa Hoeneß.

Aufsichtsräte werden meist erst Jahre, nachdem das Kind in den Brunnen gefallen ist, aktiv. Aus Freundschaft. Siehe ThyssenKrupp, Siemens, et al.

Aufsichtsräte sind von Aktionären alimentierte bessere Burschenschaften, sind überflüssige Wurmfortsätze. Der Treffpunkt alter Männer und Gewerkschaftler. Das beweist die Realität deutscher Konzerne eindrucksvoll.

Die besten Zeiten der Aufsichtsräte sind vorbei.

Tauchsieder Die Große Koalition - ein Fazit

Die Liaison von Union und SPD verliert viel von ihrem Schrecken, wenn man sie von ihrer angenehmsten Seite, sprich: von ihrem Ende her betrachtet.

SPD- und CDU-Parteifähnchen vor dem Reichstag in Berlin Quelle: dpa

- "... die ab 2016 neu besetzt ...": Dies ist das Signal der Politik an alle ARs, sich spätestens 2015 neu und männlich zu bestücken. Denn AR-Mitglieder treten ausschließlich auf eigenen Wunsch zurück, wenn sie sich zum Sterben zurückziehen an die Biegung des Flusses. Oder draußen ein RTL-Team mit dem Staatsanwalt steht, weil man Steuern hinterzogen, Politiker bestochen oder gegen sonstige Gesetze verstoßen hat.

Bis 2021-30 wird sich also wenig ändern in den Aufsichtsräten.

- "... mindestens 30 Prozent Frauen ...": Ich war in Mathematik immer schlecht, aber ein paar Grundregeln der Prozentrechnung konnte ich mir aneignen. Ich weiß also, dass 30 Prozent nicht die Hälfte von 100, sondern nur die Hälfte von 60 ist.

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