Berühmte letzte Worte: Von Berlin geschützte Kartelle

Berühmte letzte Worte: Die drei sinnlosesten Kartelle

Von Berlin geschützte Kartelle

Berlin nimmt den Ärmsten, denen, die auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind, und gibt den Reichsten, zB Elbphilharmonie, den Inkompetentesten, zB Flughafen Berlin, den eigenen Komplizen, zB Stuttgart 21. Eine gigantische Umverteilung, die die Ungleichheit Deutschlands weiter forciert.

So sind auch unsere Banken Kartelle, die niemand bremst, artifizielle Monopole, die ungestraft einen himmelschreienden Zynismus zu ihrem Geschäftsmodell machen: 'Hohe Überziehungszinsen sollen die Menschen vor Überschuldung schützen'.

Da wird normal empfindenden Menschen schlecht, allein die Vorstandsmillionäre lachen sich beim Geldzählen kaputt. Die Banken haben sich inzwischen meilenweit von ihrem wahren Sinn entfernt und sich längst einen neuen Un-Sinn gegeben. Kartelle der Macht. Geschützt von Berlin.

Hierhin gehören auch unsere deutschen Automobilkonzerne, die sich ihre Abgasnormen und Spritverbrauchsmessungen via Berlin und Brüssel selbst auf den Leib schneidern.

Noch stärker allerdings sind sie definiert durch die folgende Dimension:

3. Das Kartell der Dummheit & Einfalt

An der Schnittstelle von Macht und Einfalt liegt das Meinungskartell. Parteien sind hier Vorreiter, weshalb meine vorige Kolumne 'Das Ende der Parteien' betitelt war.

Das Kartell der Einfalt beruht einerseits auf der alleinigen Konzentration auf erfolgreiche Prozesse der Vergangenheit. Prozesse aus einer nicht mehr aktuellen, nicht mehr zielführenden Zeit.

Im Zweifel haben diese damals erfolgreichen Prozesse erst unsere aktuellen Probleme geschaffen. Denkt da mal drüber nach!

Berühmte letzte Worte Das Ende der Parteien

Unsere Parteien sind nur noch schlecht geführte Unternehmen. Die mentale, moralische und inhaltliche Insolvenz ist längst Realität, sagt unser Kolumnist.

Sigmar Gabriel Quelle: dpa

Andererseits beruht das Kartell der Einfalt auf dem Ausblenden anderer Meinungen, des kritischen Denkens und der Vielfalt. "Wo alle gleich denken, denkt keiner wirklich", formulierte dies ein bekannter Journalist, dessen Name mir entfallen ist.

Dies trifft sehr schön für unsere Autokartelle der Einfalt zu, die zu allem Überfluss sich gegenseitig die gleichgeschalteten Top-Manager abspenstig machen, um ewig gleiches jetzt an anderer Stelle zu denken. Wow.

Da holt man sich also einen Top-Manager, der den anderen Konzernen ebensowenig zum Durchbruch verhelfen konnte, ins eigene Unternehmen, um hier auch keinen Durchbruch zu erleben. Wie traurig.

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Übrigens: Wer dieses Vorgehen nicht für absolut abstrus hält, der stelle sich bitte vor, Steve Jobs hätte das iPhone damals mit Managern von Telekom, Vodafone und Nokia entwickeln wollen. Oder das iPad mit Managern von Microsoft und HP oder gar Siemens. Versteht Ihr jetzt, was ich meine? Kartelle der Einfalt.

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