
BerlinImmer mehr Ältere gehen in den Jahren vor dem Rentenbeginn noch einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit nach. Die Beschäftigungsquote der 60- bis 64-Jährigen stieg nach den am Donnerstag von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlichten Zahlen im Dezember vorigen Jahres auf 28,9 Prozent. Sie weist den Anteil der sozialabgabenpflichtig Beschäftigten an der Gesamtbevölkerung dieser Altersgruppe aus. Die nur alle drei Monate veröffentlichte Zahl betrug im September noch 28,3 Prozent.
Ende vorigen Jahres hatten knapp 1,35 Millionen Menschen dieser Altersgruppe einen entsprechenden Job. Dies waren rund 27.000 mehr als im September, obwohl im gleichen Zeitraum die Gesamtzahl der sozialabgabenpflichtig Beschäftigten von fast 29 Millionen auf knapp 28,8 Millionen gesunken ist.
Die SPD hat sich die Beschäftigungsquote zur Messlatte für die Rente mit 67 gemacht. Nach Ansicht der Sozialdemokraten sollte der Einstieg in die Heraufsetzung des Rentenalters erst beginnen, wenn die Beschäftigungsquote der 60- bis 64-Jährigen 50 Prozent beträgt. Die Erwerbsquote dieser Altersgruppe liegt schon nahe an diesem Wert: Sie umfasst aber auch Mini-Jobber und Hartz-IV-Bezieher mit Ein-Euro-Jobs. Die Rente mit 67 ist dieses Jahr in Kraft getreten: Bis 2029 steigt die Altersgrenze pro Jahr in Ein-Monats- und Zwei-Monats-Schritten auf 67 Jahre.
Den Zahlen der BA zufolge arbeiten viele Menschen bereits über das 65. Lebensjahr hinaus. So hätten rund 762.000 Ältere über 65 Jahren Ende Dezember einen Mini-Job bis 400 Euro gehabt. Gut 154.000 übten einen sozialabgabenpflichtigen Job aus.











