Bettina Röhl direkt: Die Energiewende zeigt ihr wahres Gesicht

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kolumneBettina Röhl direkt: Die Energiewende zeigt ihr wahres Gesicht

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Prokon droht mit der Insolvenz noch in diesem Monat, falls weiteres Kapital aus dem Unternehmen abgezogen wird.

Kolumne von Bettina Röhl

Der Fall Prokon ist ein Symptom für Fehlentwicklungen auf dem Strommarkt. Die Preise steigen. Die Wind- und Solarindustrie lösen die Versprechen der Grünen nicht ein. Der Subventionskapitalismus der Branche zeigt sein unschönes Gesicht.

Man stelle sich vor, der Boss eines der Betreiber der letzten immer noch zwingend notwendigen Atommeiler hätte in einem Schreiben an Investoren, Aktionäre und andere Beteiligte verlangt, auf jeden Verkauf von Aktien oder sonstigen Anteilsrechten zu verzichten. Man stelle sich vor, dass so ein böser Atomlobbyist gleichzeitig im Falle eines Verkaufs von Anteilen verlangt hätte, zu unterschreiben, eine Insolvenz des Unternehmens mindestens billigend in Kauf zu nehmen und beispielsweise 1300 Mitarbeiter und deren Familien in die Arbeitslosigkeit zu schicken.

Das hat natürlich kein großer Atom-Boss so gemacht, sondern es war - ohne hier die rechtlich unterschiedliche Konstruktion der Anlageverhältnisse vergleichen zu wollen - der Boss des Windparkbetreibers Prokon, der seine Finanziers (Genussrechtsinhaber) vor wenigen Tagen mit einem Schreiben ansprach, in dem er die Peitsche schwang und gleichzeitig Lockrufe ausgesendet hat.

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Prokon, eine Art Geldeinsammler, der Kleinanlegern hohe Zinserträge aus unterschiedlichsten Aktivitäten in der Ökoenergiebranche versprach, hat, wie offenbar jetzt nicht mehr zu verschleiern war, Liquiditätsprobleme bekommen. Operative Schwächen, also schlechtes Projektmanagement und Konzeptlosigkeit im Umfeld einer von Seiten der Politik katastrophal administrierten Energiewende, könnten Prokon in die Pleite zwingen.  

Prokon fordert die rund 75.000 Anleger in einem Schreiben auf, ihr Geld im Unternehmen zu lassen sowie auf Zinsausschüttungen zu verzichten und dies zumindest bis auf Weiteres. Erpresserisch, wie es Anlegerschützer jetzt nennen, ist die Vorgehensweise der Prokon-Geschäftsführung im rechtstechnischen Sinn sicher nicht. Aber es ist schon ein sehr deskriptives, randständiges Verhalten einer gehätschelten Öko-Firma, die wohl im Vertrauen auf die blühenden Bio-Gas-Windkraft-und Photovoltaiklandschaften den Sinn für das Reale aus den Augen verloren haben könnte.

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