Bettina Röhl direkt: Doppelte Staatsbürgerschaft versus Heimatkunde

kolumneBettina Röhl direkt: Doppelte Staatsbürgerschaft versus Heimatkunde

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Aus deutschen Schulen verschwindet der Begriff der Heimatkunde.

Kolumne von Bettina Röhl

In immer mehr Bundesländern wird der Begriff der Heimatkunde endgültig eliminiert. Gleichzeitig soll das Heimatgefühl der in Deutschland aufgewachsenen und lebenden Migranten zu ihren Herkunftsländern mittels der doppelten Staatsbürgerschaft aufgebaut und gestärkt werden. Zwei widersprüchliche Maßnahmen sollen der Integration zum Durchbruch verhelfen.

"Man kann seinem Herkunftsland verbunden und trotzdem loyal zu Deutschland sein." Mit diesem Satz aus dem unendlichen Füllhorn ihrer überragenden Intellektualität und Güte hat sich die noch amtierenden Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger, FDP, auf ihre Art in die Integrationspolitik eingeschaltet.

Klar, wenn der ewige englische Thronfolger Prinz Charles mal wieder aus Anlass eines runden Jahrestages der Befreiung Hamburgs von der Nazi-Herrschaft durch englische Truppen in die Hansestadt kommt, um eine freundschaftliche Rede zu halten, wie zum Beispiel 1995 geschehen, dann wird er seinem Herkunftsland England "verbunden sein" und gleichzeitig wird er "loyal zu Deutschland" sein. Einen verlogeneren Satz zu der regelmäßig heuchlerisch geführten Integrationsdebatte fiel der Bundesjustizministerin offenbar nicht ein.

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Es sei der böse Fehler der Managerklasse, dass sie die Unternehmen regelmäßig zu Lasten der Zukunft auf Kurzfristgewinne trimmten, um ihre Prozente hoch zu jubeln, die sie als Gewinnbeteiligung gern ihrem Gehalt hinzufügen. In diese Richtung hat sich auch die Bundesjustizministerin, die hier nur exemplarisch für eine außer Rand und Band geratene politische Klasse betrachtet wird, schon häufiger eingelassen. Tatsächlich zeigt Leutheusser-Schnarrenberger, dass sie nur an ihrem persönlichen Kurzfrist-Politnutzen interessiert ist. Und nach ihr die Sintflut.


Integration - das wichtigste Thema der deutschen Politik
Das wichtigste Thema der deutschen Politik, nämlich das Thema der Integration, in dem es auch um das Grundgesetz, um die deutsche Verfassung geht und in dem der Souverän, nämlich das deutsche Volk gefragt ist, wird von der politischen Klasse notorisch entweder ausgeklammert und totgeschwiegen oder klein geredet, zerlabert und bis zum Anschlag heuchlerisch und ideologisiert überhitzt geführt.
Das Thema Integration ist vermint. Es handelt sich um ein Killer-Thema. Aggressives Duckmäusertum, eine Menge Angst und eine permanente Aufbereitung des Themas zu Lagerkampfzwecken kennzeichnen die Debatte. Auch das Thema Integration ist in das altbekannte Schema gepresst worden: links gleich intelligent und gut. Links gleich pro Migration, pro Integration usw. und konservativ gleich teutonisches Reinheitsgebot, im Prinzip rassistisch, rechtsradikal und anti-integrativ.

Merkel ist übermächtig. Die unendlich vielen selbsternannten Fachleute mit hochdotierten, staatlich subventionierten Posten der Integrationsindustrie, verschonen Merkel daher weitestgehend. Ihre Formel von der "privilegierten Partnerschaft", die sie der Türkei an Stelle einer EU-Mitgliedschaft in Aussicht stellt, lässt den rot-grünen Scharfrichtern, die die Integrationspolitik von der "wissenschaftlichen Seite" beherrschen, die Haare zu Berge stehen.

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