Bettina Röhl direkt: Gott beschütze die Gesellschaft vor ihren Minderheiten

kolumneBettina Röhl direkt: Gott beschütze die Gesellschaft vor ihren Minderheiten

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William und Kate mit ihrem Sohn.

Kolumne von Bettina Röhl

Längst beherrscht ein neuer Adel die Gesellschaft. Sein Kampfinstrument: eine gründlich pervertierte Form des Minderheitenschutzes. Das manifestiert sich nicht nur an der deutschen Frauenpolitik.

Wissen Sie noch damals vor der französischen Revolution? Da fühlten wir uns alle unterdrückt. Am Ende waren wir sogar unterdrückt und zwar von einer hauchdünnen Minderheit, die man den Adel nannte. Zu allem Überfluss gab es noch eine zweite hauchdünne Minderheit, nämlich die der Kirchenfeudalisten. Wir fühlten uns geistig eingeengt und in Normen gezwängt, die wir nicht wollten. Natürlich gab es noch eine weitere winzige Minderheit von Bürgern in den kleinen Städten, kleine Kaufleute, Handwerker, Lehrer, Geistes- und manchmal sogar Naturwissenschaftler. Die kleinen engen Häuser der Bürgersleute lieben wir heute. Mindestens, wenn sie in den verkehrsberuhigten rausgeputzten Altstädten in der einen oder anderen Form überdauert haben.

Ach, das mit der französischen Revolution war vor ihrer Zeit? Schade eigentlich, denn so kennen wir das, was wir über die französische Revolution wissen, nur aus Geschichtslehrersicht und aus verstaubten Büchern. Jedenfalls war das Übel der Menschheit seit 20.000 Jahren in allen Kulturen rund um den Erdkreis  nicht, dass eine Mehrheit von ordinären Menschen die Minderheit der Blaublüter unterdrückte, sondern umgekehrt: Es waren immer die privilegierten Minderheiten, die Mehrheit oder Masse unterdrückte, dominierte, bevormundete, beherrschte oder gar ausbeutete. Längst gibt es einen neuen "Adel" in einer völlig anderen Erscheinungsform.

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Heute sind die Massen besoffen, wenn Lady Di oder ihr Nachwuchs, William und seine Kate samt Enkel, mit irgendeinem Firlefanz an ihnen vorbei fahren. Falls Sie einwenden sollten, dass man aus der Geschichte der Menschheit gar nichts lernen könnte und, dass heute ja die Demokratie unvergleichbare Verhältnisse geschaffen hätte, folgt hier gleich die wirklich furchtbare These dieses Artikels: Wir alle werden auch heute noch von Minderheiten majorisiert und wie eh und je gibt es genügend Menschen aus der unterdrückten Mehrheit, die den Majorisierungsprozess unterstützen und am Laufen halten.

Der Neo-Deutsche hat sich mehrheitlich von Kirche und Gott abgewandt und glaubt, dass sich, im Prinzip dank linker und sozialistischer Ideen, das Problem Adel ein für alle Mal im Nichts aufgelöst hätte. Doch das zu glauben, ist ein ganz entscheidender Irrtum. Längst gibt es einen neuen Adel, der allerdings eine andere Erscheinungsform hat.

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