Die SPD feiert pompös 150 Jahre Vergangenheit – und hat keine Zukunft, weil sie sich erst vergessen und dann selbst...
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16 Kommentare
Sehr geehrte Frau Röhl,
ich hoffe, dass Sie uns weiterhin mit Ihren Beiträgen zu den aktuellen Themen erfreuen und sich nicht von der allgemeinen Hysterie anstecken lassen. Sie verstehen es m.E. wie kaum ein anderer den kühlen Kopf zu bewahren und jedes Thema konstruktiv zu bewerten und zu analysieren.
MfG
ein Ökonom

Zitat: "Diese Hatz gegen Höhler ist ein aktueller Beleg für die hier aufgestellte These, dass Merkel, wie sonst nur eine Königin selbsttätig verteidigt wird, egal welchen Unsinn oder Schaden sie anrichtet. Hauptsache, die Bürgerkönigin richtet es."
Merkel wird in einer Weise auch oder gerade von der Opposition geschont, dass es wirklich auffallend ist. Es hat wohl mit der Eurokrise zutun, denn Merkel ist die Garantin dafür, dass letztendlich der EUro in der bisherigen Form bestehen bleibt (ein absolutes Muss für die Opposition) und dass Deutschlands Steuerzahler dieses Währungsabenteuer zu zahlen haben (das wird von SPD oder Grünen nur sehr leise verlautbart). Wer so viel Gutes tut für Europa, der wird auch gerne in Schutz genommen, wenn journalistische oder sonstige "Kläffer" angreifen, selbst wenn es stimmt, was sie sagen.

Gott-sei-Dank, diesmal kein Höhler-Bashing (wie in vielen anderen Blättern zu lesen), sondern eine realitätsnahe Beschreibung des Ist-Zustandes: Nein, Frau Merkel gehört nicht zu den Top-Politikern, und ja, sie ist ohne weiteres ersetzbar. Und ja, es fehlen in unserer politischen Landschaft Alternativen, sie ist fast nur noch von blutleeren, ideenlosen und angepaßten Kandidaten bevölkert. Armes Deutschland, armes Europa!

Schon seit Jahren vertrete ich die These: Der Zufallsgenerator würde hinsichtlich Stadträten, Landtagen und Bundestag die besseren Ergebnisse bringen - mit positiven Folgen für das Besetzen der jeweiligen Kabinette und kommunalen Spitzenämter.
Es sind ja nur marginale Anteile der Bevölkerung (blödes Wort) in Parteien organisiert und noch geringere Prozentsätze sind aktiv. Wer sich in diesen kleinsten Kreisen gegen Konkurrenten durchsetzen und nach "oben" kommen will, muss sich (wie in allen anderen Hierarchien auch), nicht nur Ecken und Kanten abschminken, sondern negative Eigenschaften und Fähigkeiten kultivieren, die im normalen Umgang miteinander rasch zur Ablehnung und Isolation führen würden.

Natürlich ist Frau Dr. Angela Merkel nicht alternativlos - aber ein Volk - das deutsche Volk - zumindest eine Mehrheit der zur Wahl gegangenen Volksminderheit, hat eine demokratische Repräsentantin gewählt, die es verdient. Es ist nicht zu erwarten, daß das Volk bei diesen Rahmenbedingungen freiwillig Frau Dr. Angela Merkel von dem sog. "Bürgerthron" stürzt. Revolution ist auch ausgeschlossen, da die mit Anstrengungen verbunden wäre zu denen das Volk noch nicht in der Lage ist. Außerdem läßt sich das Volk nur all zu gerne von den elektronischen Medien ablenken, anstatt sich gedanklich mit wichtigeren Fragen auseinanderzusetzen. Leider sind die ranghöchsten Politiker auch nichts anderes als biederes Volk und lassen sich genauso gerne von den elektronischen Unterhaltungsmedien anstatt eine Konzeption für Deutschland zu entwickeln - man staune das ginge ganz ohne die sog. "neuen Medien". Es ist ja seit Jahrhunderten bekannt, daß das Volk zu seinem Glück gezwungen werden möchte, es ist nur noch kein Bezwinger in Sicht, der aber schnell kommen könnte und der nicht so ungefährlich und tollpatschig sein wird wie der fränkische Adelige oder ähnliche Koryphäen. Frau Röhl, den möchte ich noch ergänzend für Ihre Liste vorschlagen.

Das gute Umfrageergebnis rührt daher, dass Merkel geschickt verkauft, sie würde die Interessen der deutschen Bürger in Sachen Euro vertreten, was aber in Wirklichkeit nicht der Fall ist - sie macht sich nur nicht selbst die Hände schmutzig und läßt die Drecksarbeit andere, die EZB oder den ESM machen.
Das sind die Unterschiede der Euro-Rettungs-Konzepte von Gabriel und Merkel:
Kommunikation
- Gabriel - mit dem Holzhammer
- Merkel - rechts sagen und links machen
Konzept der Verteilung deutschen Geldes
- Gabriel - offizielle Schuldenhaftung
- Merkel - inoffizielle Schuldenhaftung über EZB und ESM
Konzept der Einführung der Schuldenunion
- Gabriel – in einem Zug
- Merkel – Salamitaktik
Volumen der Ausplünderung Deutschlands
- Gabriel - unendlich
- Merkel - unendlich
Der Unterschied liegt also lediglich im Marketing.
Beide Wege führen Deutschland in den Untergang. Wie von unseren "Freunden" geplant.

Ich finde den Artikel voll und ganz zutreffend. Und was Frau Höhlers Kritik angeht, so teile ich sie seit Januar 2010. Damals drückte ich meine Ansicht so aus: Wegen dieser Für-und-gegen-alles-Haltung hat ein Freund kürzlich vorgeschlagen, Angela Merkel in Angela Murksel umzubenennen. Aber vielleicht handelt es sich ja gar nicht um Murks, sondern um große Strategie! Denn wenn „Die Mitte“ sich so ausweitet, dass erhebliche Wähleranteile anderer Parteien sich in dem Brei der Unverbindlichkeit wiederzufinden wähnen, wird die Partei ja vielleicht so groß, dass niemals eine Koalition ohne sie gebildet werden kann. So würde endlich das lästige ständige Wählen überflüssig, da kein wie auch immer geartetes Wahlergebnis den Brei anders würzen könnte. Aber dann hätten wir vielleicht auch wieder Murks! Volker

Natürlich stimmt der Beitrag inhaltlich wieder. Er vermittelt aber keine Alternative, sondern sagt nur, dass eine Alternative existiere.
Ganz allgemein weist der Beitrag, auch wenn er inhaltlich absolut in Ordnung ist, insofern keinerlei Ausweg und keine Perspektive. Genau das fehlt aber in denjenigen Medien, die solche Diskussionen noch nicht wegzensieren. Dort liest man auch nur, es gäbe allein die Wahl zwischen Pest und Cholera. Das erscheint niederschmetternd, ist aber letztlich völlig falsch.
Vor kurzem konnte man nämlich lesen, dass erstmals in der Nachkriegsgeschichte die Freien Wähler bundesweit (!!!!) zur Bundestagswahl antreten. Klickt man auf deren www-Seite www.freiewaehler.eu , dann stellt man sofort die Alternative fest. Dort liest man kein Wort von all den Unmöglichkeiten, die uns die Altparteien aufzwingen und die doch kein Mensch will. Plötzlich stehen da absolut normale Dinge. Schluss ist dort mit der Schulmeisterei von z.T. ungebildeten oder halbgebildeten Berufsfunktionären oder gar Straßenschlägern, die noch nie gearbeitet haben und die demokratische Prinzipien missachten.
Warum wählen die Leute nicht diese Alternative? Es geht doch! Wenn 50% der Wähler dort ihr Kreuz machen würden, wäre der Spuk vorbei. Es gibt also die Alternative.
Besonders auffallend ist, dass die Mainstream-Medien die Freien Wähler vollkommen totschweigen. Daran erkennt man übrigens, für wen diese Meiden schreiben - bestimmt nicht für die Wähler.
Über die Freien Wähler sollte Frau Röhl zukünftig regelmäßig schreiben, denn alles andere ist letztlich zwar richtig, aber nichts als sinnloses Klagen, das die Altparteien überhaupt nicht stört, solange nicht die echte Alternative präsentiert wird: Freie Wähler. Die allzu bekannte Keule kann gegen die Freien Wähler auch nicht geschwungen werden, weil sie in der politischen Basis seit Jahrzehnten fest verankert sind und etwas anders als die Altparteien ein hohes Ansehen genießen.

Ich hoffe, daß Frau Röhl sich weder für Ihre Grupperung noch für andere Gruppierungen einspannen läßt, sondern einfach ihre persönliche, unabhängige Meinung äußert. Mir scheint es auch so, als ob Ihre Gruppierung noch nicht einmal über eine Person verfügt, die irgendwie politisch wahrgenommen wird.
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Kommentare zu: Ist Merkel alternativlos?
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