kolumneBettina Röhl direkt: Joschka Fischer und der rot-grüne Lieblingsspekulant

12. Februar 2013
Regelmäßig prophezeit Ex-Außenminister Joschka Fischer Deutschland und der EU die größtmöglichen Katastrophen. Quelle: dpaBild vergrößern
Regelmäßig prophezeit Ex-Außenminister Joschka Fischer Deutschland und der EU die größtmöglichen Katastrophen. Quelle: dpa
Kolumne von Bettina Röhl

Die alarmistischen Euro-Untergangsszenarien, die Joschka Fischer im Jahr 2012 in mehreren Artikeln verbreitete, waren peinlicher Unsinn. Was macht Joschka Fischer eigentlich für einige Vertreter der Wirtschaftseliten so interessant?

Die borstige und kantige Madeleine Albright, erste weibliche Außenministerin der USA und heutige schwergewichtige Netzwerkerin in ihrem Heimatland, hat sich vor einem Dutzend Jahren, als Fischer deutscher Außenminister wurde, regelrecht in unseren Joschka verknallt.
Dessen Goldman Sachs-Connection ist wahrscheinlich nicht auf Fischers eigenem Mist gewachsen, sondern eher umgekehrt von Interessierten an Fischer heran getragen worden. Den richtigen Freund in Gestalt des obersten Deutsche-Bank-Aufsehers Paul Achleitner sein eigen zu nennen, dürfte Fischer wichtig und heilig sein. Dass ein BMW-Boss einen Joschka Fischer als Zukunftsforscher einkaufte, der einem Großkonzern mehr über die Zukunft zu sagen hätte als jeder andere, sagt etwas über die Befindlichkeit des Einladenden aus und darüber wie begehrt Joschka vom Klassenfeind umgarnt und teuer eingekauft wird.

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Auch der heutige rot-grüne Lieblingsspekulant und Hyper-Milliardär Georgos Soros, der einst zu den erklärten Klassenfeinden der terroristisch-maoistisch angefixten "Revolutionären" der Joschka Fischers, Cohn-Bendits und Thomas Schmids ( damals mit den anderen Gründer des militanten "Revolutionären Kampfes, heute Herausgeber der Welt-Gruppe) zählte, gehört heute, wie man hört, zu Fischers strategischen Partnern.

Nicht, dass der Kapitalismus oder dass die Kapitalisten eine kommunistisch-sozialistische Metamorphose durchgemacht hätten. Nein, die Anti-Kapitalisten, die Kollektivisten, die Enteignungsphantasten, die die Menschheit durch eine blutige Weltrevolution und die Liquidierung der bösesten unter den Kapitalisten ins Paradies auf Erden führen wollten, haben sich von ihren einstigen Idealen und ihren einstigen Idolen und Idealen nahezu rückstandsfrei getrennt und hängen heute am Kapital und am Geld, an Macht, an den Monopol und Kartellen wie der Drogenabhängige an der Nadel.

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Kommentare | 16Alle Kommentare
  • 12.02.2013, 07:42 UhrAlex

    Was völlig unverständlich ist, dass ist wie vermeintlich linke Politiker das Heil darin sehen können, die alten Nationalstaaten aufzulösen und aus ihnen einen einzigen, riesigen Super-Nationalstaat zu machen. So wird der Nationalismus nicht besiegt, sondern auf eine neue Stufe gehoben. Siehe 1871 bis 1945.

  • 12.02.2013, 08:27 UhrOndoron

    Schüßlburner hat in seinem Buch "Roter, brauner und grüner Sozialismus" überzeugend dargelegt, wie alle die gleichen Wurzeln haben. Die Grünen sind in meinen Augen den größenwahnsinnigen, überheblichen, sich selbst überschätzenden Nazis in Bezug auf Ihre Großmachtphantasien absolut ähnlich. Widerlich! Und selbstverständlich unwählbar. Sie spielen auf der romantischen Klaviatur der Gutmenschen und lullen die Nichtdenker ein. Insbesondere in ihrem Propagandabemühen haben sie sich so einiges beim Klumpfuß abgeschaut: Diejenigen, die gegen den Euro sind, werden als rechtsradikal stigmatisiert, desgleichen diejenigen, die Multi-Kulti für gescheitert halten. Diese Partei sind in meinen Augen die Nachfahren derjenigen, vor denen sie immer gewarnt haben. Und merken es selbst nicht, wie ideologisch aufgeladen sie sind. Erschreckend! Und absolut widerlich!

  • 12.02.2013, 08:28 UhrAchne

    Frau Röhl reanimiert den politisch untoten Fischer um sich an ihm abzuarbeiten. Da stellt sich die Frage warum eigentlich ?
    Fischer als opportunistischen, in wirtschaftlichen Dingen ahnungslosen grünen Schleim darzustellen mag ja möglicherweise von persönlichem Interesse sein, aber dem Leser bringt es keinen Nutzen.

    Und ob nun Fischer oder Helmut Schmidt in maximaler Selbstverliebtheit an Ihrem Standbild feilen interessiert nur Menschen die solche Ikonen brauchen entweder um sie anzuhimmeln oder um sich an ihnen abzuarbeiten für den Rest sind diese längst Geschichte.

    Viel Lärm um nichts.

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