Bettina Röhl direkt: Judith Butler - systemkonforme Genderkönigin

kolumneBettina Röhl direkt: Judith Butler - systemkonforme Genderkönigin

Kolumne von Bettina Röhl

Am 11. September bekommt die Amerikanerin Judith Butler den Theodor W. Adorno-Preis verliehen. Butler ist vielleicht die bedeutendste Ikone der weltweiten Gender-Ideologie, die sich zum Motor der Quotenregelungen für Frauen entwickelt hat. Der Zentralrat der Juden in Deutschland spricht sich klar gegen die Preisverleihung an Butler aus, weil sie israelfeindliches Gedankengut propagierte.

Theodor Adorno und die kritische Theorie sind in Frankfurt am Main nationale Heiligtümer und damit wuchert die Stadt. Alle drei Jahre vergibt die Stadt der Bankenzentralen, der Konzernsitze, der vielen kommerziellen Messen und ureigentlich des Kapitalismus den Theodor W. Adorno-Preis an "queer" genug erscheinende Geister aus Kunst und Wissenschaft, die das Preiskomitee in der Tradition der Frankfurter Schule wähnt.

Butler, Professorin für Rhetorik und vergleichende Literaturwissenschaften, die schon mit millionenschweren Preisen beglückt wurde, wird die 13. Preisträgerin des seit 1977 vergebenen Adorno-Preises sein. Zu den bisherigen Preisträgern gehören - volle 68er-Dröhnung - Alexander Kluge und Jürgen Habermas, Jean-Luc Godard oder Günter Anders.
Zur Erinnerung: Die angestaubte Frankfurter Schule, die sich selbst über Jahrzehnte für den Nabel des deutschen Geisteslebens hielt, stand in den sechziger und siebziger Jahren Pate - und dies trotz wechselseitiger Distanzierungen der Protagonisten - bei der Entstehung der APO (Außerparlamentarischer Opposition) und speziell auch bei den militanten Auswüchsen der außerordentlich gewalttätigen Sponti-Szene um Joschka Fischer und Daniel Cohn-Bendit, den damals anführenden Hausbesetzer-Oligarchen und Verfechtern des revolutionären Kampfes bis hin zum Terrorismus. Stichwort: Stadtguerilla, Systemumsturz.

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Vom Terrorsympatisanten zum Bankenfreund
Der einstige Wahl-Frankfurter Joschka Fischer tönte damals nach dem Mord an dem Arbeitgeberpräsidenten Hanns-Martin Schleyer, dass ihm angesichts der Ermordung der "drei hohen Herren" (Jürgen Ponto, Siegfried Buback, Hanns-Martin Schleyer) "keine Tränen" kommen mögen. Heute ist er befreundet mit dem höchsten Aufseher der deutschen Bank, Paul Achleitner. Und die Deutsche Bank hat das berühmt-berüchtigte von Fischer und seinen Buddys besetzte Haus in der Siesmeyerstraße längst käuflich erworben.

Derlei ist symptomatisch für die neuere Stadtgeschichte der Main-Metropole. Allerdings im Kulturbereich, um es zu wiederholen, hat, wie dies für die Republik insgesamt gilt, das sich ursprünglich links nennende Lager gesiegt, weshalb es geradezu extrem komisch ist, wenn Vertreter der sich laufend neu erfindenden 68er-Sekte, die längst über die randvollen Kulturtöpfe herrscht, sich immer noch eifrig gegenseitig mutige Impulsgeber nennen und sich gegenseitig mit Preisen überschütten. Gern auch von vorauseilenden oder nachlaufenden CDU-Politikern sanktioniert. Nichts ist so Mainstream wie die Hinterlassenschaften der 68er-Bewegung, die ihre Ikonen, die es nach oben geschafft haben, hegt und pflegt.

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11 Kommentare zu Bettina Röhl direkt: Judith Butler - systemkonforme Genderkönigin

  • Wäre Harald Eia nicht zugleich Soziologe und in Norwegen als Komiker mehr als bekannt, er wäre nicht so weit gekommen den Stein ins rollen zu bringen, der dazu führte ein Genderinstitut in Norwegen (NIKK) zum Jahresende 2011 zu schließen.

    Im Moment schicken sich einige Genderbefürworter an die Verbindung zwischen Eia und der Schließung des NIKK zu unterschlagen und zudem Werbung für Gender Studies zu platzieren.

    Wikipedia, "Gender Studies", im Absatz "Aktuelle Entwicklungen", am 31.08.2012:
    "Ende 2011 wurde in Norwegen die Schließung des NIKK (Nordic Gender Institute) nach einer einstimmigen Entscheidung des Nordic Council of Ministers angekündigt.[8] Einfluss auf diese Entscheidung hatte die öffentliche Debatte als Reaktion auf die 7-teilige Dokumentationsserie "Hjernevask" (Gehirnwäsche) des Komikers und Soziologen Harald Eia, die im Frühjahr 2010 im Norwegischen Fernsehen NRK ausgestrahlt wurde.[9][10] Das norwegische Netzwerk für Gender Studies stellt in seinem Jahresbericht 2010 einen Zusammenhang zwischen "Hjernevask" und verstärkten Diskussionen über die Genderforschung her.[11]"
    03.09.2012:
    "Ende 2011 wurde in Norwegen die Schließung des NIKK (Nordic Gender Institute) nach einer Entscheidung des Nordic Council of Ministers angekündigt.[8][9]"
    04.09.2012:
    In Norwegen wurde Ende Dezember 2011 das Nordic Gender Institute (NIKK) nach einer Entscheidung des Nordic Council of Ministers geschlossen. NIKK hatte zentrale Projekte mit dem Ziel der Geschlechtergleichheit initiiert, koordiniert und durchgeführt, u.a. Untersuchungen, Studien, Umfragen, Berichte und Stellungnahmen. Eine groß angelegte Studie im Auftrag des Nordischen Ministeriums für Geschlechtergleichheit zum Thema Prostitution war 2008 präsentiert worden. [8][9][10] Ein zweijähriges Masterstudium in Gender Studies wird an der Universität von Olso angeboten.[11]

    Hjernevask (Gehirnwäsche), insgesamt sieben Folgen, Folge 1:
    http://www.youtube.com/watch?v=p5LRdW8xw70

  • "Die Zwangsheterosexualität setzt sich selbst als das Original, das Wahre, das Authentische (...) Mit anderen Worten: obligatorische heterosexuelle Identitäten, jene ontologisch gefestigten Phantasmen "Mann" und "Frau", sind theatralisch produzierte Effekte, die als Grundlagen, als Originale, als normatives Maß des Realen posieren (...) Obwohl die Zwangsheterosexualität oft suggeriert, es gebe zunächst ein Geschlecht, das sich in einer Geschlechtsidentität und dann in einer Sexualität ausdrückt, kann es sein, daß wir diesen Denkvorgang an diesem Punkt vollständig umkehren und modifizieren müssen."

    Was auf den ersten Blick wie ein wahnhaftes Umpflügen der Heterosexualität aussieht, ist in Wirklichkeit ein Elaborat von Judith Butler aus dem Jahre 1999 (EMMA 6/1999). Selbstverständlich ist Heterosexualität auch nur eine Krankheit und folglich heilbar...

  • Danke für diesen Artikel. Wie wahr, mit allen Mitteln bekämpfen die friedfertigen Damen und Herren Genderideologen etwas, was es nach ihren eigenen Theorien gar nicht geben kann. Der Gegener darf kein geringer sein, 20000 Jahre alt und Gut und Böse sind ordentlich sortiert. (hierzu mal den Diefenbach-Text lesen http://sciencefiles.files.wordpress.com/2012/06/heike-diefenbach_2012_das-patricharchat_sciencefiles-org.pdf)

    Manchmal möchte man fast neidisch werden, über so eine schöne klare Welt. Nur eben, dass die Schäden für die Gemeinschaft den Nutzen inzwischen überwiegen. Wann gibt es Harald Eia im deutschen Fernsehen?

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