Die SPD feiert pompös 150 Jahre Vergangenheit – und hat keine Zukunft, weil sie sich erst vergessen und dann selbst...
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21 Kommentare
Frau Röhl gibt sich mit dem neusten Buch von Frank Schirrmacher sichtlich Mühe und liefert einen ziemlich langen Beitrag, mit dem sie wahrscheinlich einige Schwächen des Herrn trifft.
Aber Schirrmacher schreibt nicht nur Bücher, er macht Politik, und die ist wohl ernster zu nehmen. Als im März 2011 in der „FAZ“, die er als einer von fünf Herausgebern mitverantwortet, die Meinungen der Redakteure zu der medialen Panik-Kampagne gegen die Kernenergie im Gefolge der Ereignisse von Fukushima offensichtlich auseinandergingen und, Ausnahme in der deutschen Zeitungslandschaft, auch deutliche Mahnungen zu Wort kamen, die Kirche im Dorf zu lassen, sprach Schirrmacher das herausgeberliche Machtwort. Alle Befürworter der Kernenergie wurden als „intellektuell unredlich“ bezeichnet, mit dem direkten Ergebnis, daß die „unredlichen“ Redakteure fortan das Maul hielten und die „FAZ“ sich der allgemeinen Kampagne anschloss. Dies im Schulterschluß mit Merkels Beschleunigung der Abschaltung der Kernkraftwerke in Deutschland. Es handelt sich um eine Grundsatzentscheidung, die die Regierung mit den Spitzen der deutschen Wirtschaft abgestimmt hat, sonst hätten von dieser Seite aus wenigstens einige gegengehalten. Aber die Front wurde geschlossen, und auf medialer Seite darf Schiri Schirri dafür ein großes Verdienst reklamieren.
Schirrmacher hat anscheinend auch Beziehungen zu Scientology, jedenfalls stieg er seinerzeit für den US-amerikanischen Film über den Obersten Stauffenberg mit Tom Cruise in einer erklärungsbedürftigen Heftigkeit in die Bresche.
Walter Grobe

Herrlich , Frau Roehl! Herr Schirrmacher kann vor lauter Eitelkeit und Groessenwahn nicht klar denken. Das von seinem gequirlten Unsinn durchfeuchtete Feulleton der FAZ war für mich der Grund , mein FAZ Abo zu kündigen.

Das nenne ich vernichtend.Ich habe das Buch nicht gelesen,aber nach den Verrissen in den Wirtschaftsblättern,die ja manchmal auch ihre ureigensten Gründe für einseitige Kritik haben,wird es immer interessanter.
Gerade auch weil ein führender,ehemals konservativer Kopf,sich gedreht zu haben scheint und man mit "Verrätern" üblicher Weise gerne hart ins Gericht geht.
Frau Röhl ist zwar brillant und messerscharf,aber manchmal scheint da doch Verärgerung über "Nestbeschmutzung" mitzuschwingen.
Werde mich wohl selbst überzeugen müssen von der Schlechtigkeit des Herrn Schirrmacher.

Kann der eigentlich auch etwas anderes als gequirlte Sche... von sich geben? Ich meine zum Beispiel Intellektuell im Sinne von Naturwissenschaften wie Physik etc. Dazu hat es wahrscheinlich nie gereicht die Zusammenhänge zu lernen und zu verstehen!!!

Egal, wie das Buch geschrieben ist, was nur wirklich bedeutsam ist, dass jemand, der als KONSeRVATIV bekannt ist, so etwas schreibt, sich auf die "andere" Seite stellt. Das ist das Bedeutsame, das die Autorin des Beitrags nicht erkennt.

Dass sich das Feuilleton nun verstärkt am Thema Wirtschaft abarbeitet, liegt wohl daran, dass kaum eine "Wissenschaft" jemals so sehr versagt hat, wie die "Wirtschaftswissenschaften" beim Thema Finanzkrise. Wer nun in die Glaskugel guckt, ob Schöngeister oder Pseudo-Mathematiker, ist letztlich egal...

Mit Verlaub Frau Roehl, in Ihrem Artikel schwingt jede Menge Überheblichkeit mit. Vielleicht hat Hr. Schirrmacher unter anderem auf die schizophrenen Tendenzen in unserer Gesellschaft hinweisen wollen. Im Wissen um endliche Ressourcen haben wir uns ein System übergestülpt, das nur bei permanenten Wachstum funktioniert. Alternativlos wird ALLES der Gewinnmaximierung untergeordnet. Gesundheitssystem, Trinkwasser, Spekulation auf Grundnahrungsmittel sind nur ein paar Stichpunkte dazu. Hr. Schirrmacher möchte aufzeigen, dass die digitale Beschleunigung diese Tendenzen ins Maßlose pervertiert. Vielleicht liegt es gerade daran, dass Ihre Generation eben nichts mehr Frage stellt und vor allem sich nicht vorstellen kann, dass es zum eingeschlagenen Weg eben doch Alternativen gäbe. Aber das Sie Hr. Schirrmacher dafür verreissen, dass er über den Tellerrand schaut, zeigt dass Sie noch nicht darüber schauen können.

.. ich bin aus der gleichen Generation wie Schirrmacher - und da stellt sich mir die Frage ob er nicht einfach etwas zuviel gekifft hat.

wenn Schirrmacher sein geschreibsel vertickt bekommt und viele Erich von Däneken V-ans aus der Dummenrepulik mit beschränkten Menschen auch Angelika Määhkel ( kommt von määhhh) das kaufen, dann hat es sich doch für Ihn gelohnt --kann er sich noch eine Villa bauen oder öfter mal am Wocheende nach Brasiland fliegen um Rohrfrei zu ordern.
Auf jeden Fall ist Schrirrmacher kein Sklave der Märkte
der ist frei von Geburt an.
Man muß nur genug Dumme finden; gilt auch für die Aktien-Märkte.

Danke, das war ja mal fällig. Was man Schirrmacher vielleicht noch zugute halten kann, dass sich die ganze Welt, vor allem auch unsere "renommierten Ökonomen" mit Kapitalismuskritik überschlagen, offenkundig ohne zu wissen, was Kapitalismus eigentlich ist. Denn sie alle ignorieren die Entmachtung der Kapitalisten, nämlich der Eigentümer, durch ein angestelltes Management. Die unheimliche Wirtschafts-Weltregierung, die Schirrmacher offenkundig vorschwebt (siehe etwa in der älteren Fassung des tollen Films Rollerball), hat sich so ja nicht herausgebildet, vielmehr ist diese Stelle doch längst von anonymen Politbeamten a la Brüssel besetzt, ohne dass das kluge Feullition das je bemerkte.
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Kommentare zu: Schirrmacher zwischen Infantilität und Größenwahn
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