Bettina Röhl direkt: Wird die Linkspartei zum Merkel-Killer?

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kolumneBettina Röhl direkt: Wird die Linkspartei zum Merkel-Killer?

Kolumne von Bettina Röhl

Warum die Linkspartei große Chancen hat am 22.September Grün-Rot-Rot zur Macht zu verhelfen. Und warum eine grün-rot-rote Regierung das Gegenteil von dem ist, was der typische Linksparteiwähler wollen kann.

Schade, wenn J. Stalin die Wahl am 22.September entscheidet. Die Partei "Die Linke" steht im Begriff am 22.September mit dem Traumergebnis von 7 % plus X in den Bundestag einzuziehen. Sie kann ihr Wählerpotenzial dieses Mal voll ausschöpfen und das liegt vorwiegend daran, dass die Stammwähler in den (nicht mehr ganz so) neuen Bundesländern von einem wild wuchernden Wechselwillen beseelt sind.

Zwar geht es den Bürgern der untergegangenen DDR von Tag zu Tag besser und so gut wie nie zuvor, aber es gibt gleichwohl eine vergleichsweise große Zahl von Post-DDR-Bürgern, die den Westen und den Kapitalismus und die Euro-Krise und selbst die Freiheit des Westens ablehnen. Ein Häufchen verirrter und höchst schizophren gegen die eigenen Interessen handelnder ewig gestriger Ossis - so muss man diese Leute im Kontext nennen - könnte, wenn am 22.September ausgezählt wird, für eine hauchdünne grün-rot-rote Mandatsmehrheit im kommenden Bundestag sorgen.

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Die Ruhe in der Linkspartei trügt

Die SED, eine Gründung des Völkermörders Josef Stalins im Jahr 1946, hatte mit ihrem verkorksten Ideologismus und mit diktatorischer Gewalt die DDR 1989 vor allem ökonomisch an die Wand gefahren. Sie taufte sich bekanntlich nach dem Fall der Mauer in PDS um und firmiert heute gemeinsam mit einem noch kleineren Häufchen gleich verirrter West-Kommunisten unter dem Namen "Die Linke".

Wahlsager Wahlkämpfer vermissen die Arbeitslosigkeit

Zum ersten Mal seit zwei Jahrzehnten ist es nicht das Thema Arbeitslosigkeit, das den Wahlkampf beherrscht. Was das für die Parteien bedeutet.

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Ob die Linke angesichts ihres gigantischen Umverteilungsprogramms wirklich eine Partei ist, müssen diejenigen entscheiden, die darüber entscheiden, dass Bananen sofort nach oben zu wachsen haben. Zu einer Partei gehört ein Programm. Ob eine Ansammlung von wild durcheinander gemengten Irrationalismen die Minimalanforderungen erfüllt, die aus einem Gedankenwust ein Programm machen, ist fraglich.

Die schwierige Zwangsvereinigung der PDS und einem Sammelsurium einander befehdender kommunistischer Westsplittergruppierungen zur Linkspartei, hat offenbart, dass die Ostlinke und die Westlinke, auch wenn man die Chose noch so lange quirlt, nichts mit einander zu tun haben, sprich wie Wasser und Fett keine innige Verbindung eingehen können. Doch die Ruhe in der Linkspartei trügt. Und dieses Trugbild kann die Partei maximal solange aufrechterhalten, wie sie nicht in ernsthafter politischer Verantwortung steht und sich keiner Erfolgskontrolle auf Bundesebene zu unterziehen hat.

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