Bilanz der Reformen: Analyse: Merkel war besser an der Seite der SPD

Bilanz der Reformen: Analyse: Merkel war besser an der Seite der SPD

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Angela Merkel unterhält sich 2006 im Bundestag mit dem damaligen Bundesfinanzminister Peer Steinbrück. Ihre Regierungszeit mit der SPD wird besser bewertet als die aktuelle Koalition.

Ökonomen haben Kanzlerin Angela Merkel eine durchwachsene Bilanz ausgestellt: Ihre beste Zeit hatte sie in der schwarz-roten Koalition. Für das schwarz-gelbe Kabinett hingegen gab es eine Watsche.

Angela Merkel kann auf knapp acht Jahre als Regierungschefin zurückblicken, seit November 2005 steht die CDU-Politikerin an der Spitze Deutschlands. Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hat nun die Wirtschaftsreformen der Kanzlerin genauer unter die Lupe genommen. Das Ergebnis ist eine Watsche für schwarz-gelb: Denn ihre besten Zeiten in Sachen Wirtschaftspolitik hatte Angela Merkel in der großen Koalition.

So fällt die Bilanz denn auch mit Licht und Schatten aus. Als Regierungschefin ihrer schwarz-roten und schwarz-gelben Kabinette habe Merkel etwa beim Euro-Krisenmanagement und der Haushaltskonsolidierung mit einem klaren, verlässlichen Kurs punkten können, teilte das Institut mit. Die Weiterentwicklung der Reformagenda sei dabei aber auf der Strecke geblieben. "Insgesamt schneidet Schwarz-Rot besser ab", sagte IW-Direktor Michael Hüther und zog den Vergleich zur aktuellen Koalition von Unionsparteien und FDP.

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Schuldenkrise Merkel redet den Euro stark

Die Kanzlerin telefoniert im Urlaub mit Italiens Staatschef Monti. Ihr Ziel: beruhigen. Derweil entscheiden sich die Griechen für ein neues Sparpaket und Schäuble spricht sich gegen weitere Spanienhilfen aus.

huGO-BildID: 27044873 Italian Premier Mario Monti, right, listens to German Chancellor Angela Merkel as they walk in the gardens of Villa Madama in Rome at the end of a bilateral meeting, Wednesday, July 4, 2012. It was their first encounter since European leaders in Brussels last week agreed to use the continent's bailout fund to funnel money directly to struggling banks and let countries following budget rules apply for financial aid without stringent conditions attached. (Foto:Domenico Stinellis/AP/dapd) Quelle: dapd

Die IW-Analyse stuft auch die Rücknahme einzelner Sozial-Reformen als „bedenklich“ ein. „Besonders schwer wiegt die Energiewende, die auch zwei Jahre nach Ausrufung keine realistische Umsetzungsperspektive hat“, sagte Hüther. Dies bedrohe den Industriestandort. Auch die Anhebung der Mehrwertsteuer und die Erhöhung der maximalen Zahldauer für das Arbeitslosengeld I wertet die Analyse als Rückschlag. 

Die Analyse hebt lobend die Senkung der Arbeitslosenquote auf 5,5 Prozent hervor – damit wurde sie zwischen den Jahren 2005 und 2012 halbiert. Auch das Haushaltsdefizit von minus 3,3 Prozent in 2005 konnte abgebaut werden. Zudem sei die Wettbewerbssituation der Unternehmen durch die Senkung des Rentenbeitrags und die hiermit verbundene Senkung der Lohnnebenkosten gestärkt worden. 

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