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exklusiv Bilanzprüfung: Schäuble für unangemeldete Lohnprüfungen

von Christian Ramthun

Die Finanzbeamten sollen künftig ohne Voranmeldung in die Unternehmen gehen, um die Lohnbuchhaltung zu kontrollieren.

Arm und Reich

Laut Statistiken der United Nations Children’s Fund (UNICEF) besitzen 20 Prozent der weltweiten Bevölkerung mehr als 80 Prozent des weltweiten Einkommens. Und: Weniger als 100.000 Menschen besitzen zusammen 9,8 Billionen Dollar – das sind rund zwei Drittel des BIP der Europäischen Union. Laut den Autoren der Studie "Inequality: You Don't Know the Half of It", schaffen diese Top 20 so viel Vermögen auf die Seite, dass die tatsächliche Kluft zwischen Arm und Reich wahrscheinlich noch deutlich höher ist.

Beispielsweise in Saudi Arabien mogelten die Reichen des Landes in den Jahren 1970 bis 2010 kumuliert rund 308 Milliarden Dollar am Fiskus vorbei.

Bild: AP

Einer entsprechenden Forderung der Länder hat sich Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) angeschlossen, berichtet die WirtschaftsWoche. Diese Neuregelung soll im Jahressteuergesetz 2013 eingeführt werden. Wie die WirtschaftsWoche erfuhr, wehrt sich allerdings der liberale Koalitionspartner vehement gegen die Neuregelung, weil „die FDP strikt gegen einen Schnüffelparagrafen für den Fiskus ist“, begründet der liberale Finanzpolitiker Daniel Volk.

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Bisher dürfen nur Steuerfahnder und Zoll bei Verdacht unangemeldete Kontrollen vornehmen. Volk fürchtet „die Gefahr eines exzessiven Anstiegs von Betriebskontrollen“. Nun sieht es so aus, dass die Koalition den Passus aus dem Gesetz streicht, die Länder ihn aber später im Vermittlungsausschuss eventuell wieder hineinverhandeln.

5 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 16.09.2012, 21:56 UhrMV_

    @mathias

    Da haben Sie recht, denn wen man vorher beseitigte, den braucht man später nicht zu kontrollieren.

  • 16.09.2012, 21:35 Uhrmathias

    Da Sie nicht mal Ihre Geschichte kennen wollen, können Sie auch
    nicht wissen, das diese Machenschaften bereits 1937 praktiziert
    wurden.
    Folglich auch das Volk auf die Geldinhaber gehetzt wurden.
    Genau das passiert heute wieder.

    KGB hat nie die Unternehmer kontrolliert.

  • 16.09.2012, 19:26 UhrMalocher

    Die fiskalisch vor allem von Gewerbebetrieben zum Wohle aller ausgeübte Betätigung verfehlt regelmäßig in stets arbeitsteiliger Gesellschaft die ihr selbst innewohnende Eigenschaft, von vornherein nachhaltig zu sein, sobald den Vertretern repräsentativ in dieser Frage erhobener Befunde von deren Seite keine materielle Förderung insbesondere in Form einer angemessenen Vergütung zuteil wird. Finden sich also in der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) privatwirtschaftlicher Unternehmen keinerlei Verbindlichkeiten hinsichtlich dessen, kann der vom Finanzamt entsandte Prüfer mit leichter Hand schließen, dass von den dortigen Geschäftsführungen nicht nur verdeckt Steuern hinterzogen, sondern am Zoll vorbei Schwarzarbeit Vorschub geleistet wird. Unangemeldete Betriebspüfungen machen sich insofern nicht geltendem Strafrecht frontal zuwider mit äußerst verwerflichem Tun gemein.

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