Bildung: Abschluss der Eltern beeinflusst Schulwahl

Bildung: Abschluss der Eltern beeinflusst Schulwahl

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Immer weniger Schüler gehen auf die Hauptschule.

Eltern die selber Abitur oder Fachabitur haben, schicken ihre Kinder oft aufs Gymnasium. Die Hauptschule wird dagegen immer unbeliebter.

Das eigene Bildungsniveau ist für viele Eltern bei der Schulwahl ihrer Kinder ausschlaggebend. Die meisten Kinder von Eltern mit Abitur oder Fachabi besuchen ein Gymnasium. Das waren 2015 rund 61 Prozent und damit genauso viele wie fünf Jahre zuvor. Je niedriger der Schulabschluss der Eltern, desto seltener fällt die Entscheidung für das Gymnasium, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag, dem Weltbildungstag, mitteilte. Unabhängig von der Bildung der Eltern hat sich der Anteil der Kinder, die aufs Gymnasium gehen, aber im Vergleichszeitraum kaum verändert.

Allerdings schicken immer mehr Eltern mit niedriger Bildung (Hauptschulabschluss oder ähnliches) ihre Kinder nicht mehr auf die Haupt-, sondern auf die Gesamtschule. Als Grund nennen die Statistiker, dass es vielerorts keine Hauptschulen mehr gibt. In vielen Bundesländern wurde diese Schulform ganz abgeschafft oder die Hauptschulen sind selten geworden.

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Nur noch gut jedes fünfte (22 Prozent) Kind von Eltern mit einem Hauptschulabschluss ging 2015 auch auf eine solche Schule. Fünf Jahre zuvor war es noch mehr als jedes Dritte (38 Prozent). Zugleich stieg die Zahl der Gesamtschüler in diesen Familien. Fast jedes dritte Kind (31 Prozent) besuchte eine Gesamtschule - fünf Jahre zuvor waren es nur 14 Prozent. Es gebe auch erste Anzeichen dafür, dass junge Leute aus diesen Familien höhere Abschlüsse machten als ihre Eltern, sagten die Statistiker ohne schon Zahlen zu nennen.

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Eltern mit Realschulabschluss melden ihre Kinder besonders oft an Realschulen an (35 Prozent). Das Gymnasium folgt auf Platz zwei (30 Prozent), Gesamtschulen auf Rang drei (28 Prozent).

Die Gesamtschule ist unabhängig vom Bildungsabschluss der Eltern gefragter als zuvor. Der Anteil der Kinder hochgebildeter Eltern, die an einer Gesamtschule lernen, kletterte im Vergleichszeitraum von 11 auf 18 Prozent. Bei den Eltern mit Realschulabschluss waren es 28 Prozent nach 12 Prozent vor fünf Jahren.

Die Statistik erfasst ausschließlich Schüler unter 15 Jahren an weiterführenden Schulen.

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