Bildung: Stipendien für die besten Studenten

Bildung: Stipendien für die besten Studenten

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Unterhändler Schavan und Pinkwart: Die noch amtierende Bundesbildungsministerin hat Bedenken gegen das Stipendienprogramm

Die neue Regierung will begabte Studenten mit 300 Euro pro Monat fördern. Die Hälfte soll die Wirtschaft beisteuern. In Nordrhein-Westfalen läuft das Programm bereits.

Klugheit lohnt sich demnächst richtig. Die schwarz-gelbe Bundesregierung will die besten zehn Prozent jedes Studienjahrgangs mit Stipendien unterstützen. 300 Euro soll es für besonders Begabte an Universitäten und Fachhochschulen geben. Das Einkommen der Eltern spielt keine Rolle, auch aufs Bafög wird die Summe nicht angerechnet. „Und der Clou an der Sache“, freut sich Andreas Pinkwart, FDP-Bildungsminister in Nordrhein-Westfalen und liberaler Chefverhandler in Berlin: „Die Hälfte wird von der Wirtschaft getragen. Je mehr Geld Unternehmen, Stiftungen und Privatpersonen aufbringen, umso mehr geben wir dazu.“

Pinkwart hat allen Grund zur Freude: Das Stipendienprogramm, eines der wenigen Glanzstücke des neuen Koalitionsvertrags, stammt eins zu eins aus seiner Feder. Die FDP wollte es schon früher bundesweit einführen, scheiterte aber am Widerstand der großen Koalition und der SPD-regierten Länder.

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Schavan hatte Bedenken

Auch jetzt wieder, in den Koalitionsverhandlungen, war Annette Schavan als Verhandlungsführerin der CDU wenig begeistert. Sie wollte zuerst keine zusätzlichen Bundesmittel in die Hand nehmen – schließlich ist Bildung Ländersache.

Außerdem schlug das Herz der ehemaligen Kultusministerin von Baden-Württemberg stärker für die Einführung eines Bildungskontos. Ein solches könnte für jeden Neugeborenen eingerichtet und als Vorsorge für die Ausbildung bespart werden. Der Staat würde regelmäßig Prämien zuschießen. Dieses Modell käme den Bausparkassen zugute, die unter dem Rückgang von Neubauten leiden – und viele von ihnen sitzen in Baden-Württemberg.

Programm in NRW bereits aktiv

Schließlich aber schlug sich die CSU auf die Seite der FDP und die schwarz-gelbe Arbeitsgruppe fand einen Kompromiss: Die Hälfte, die der Staat aufbringen muss, wird zwischen Bund und Ländern noch einmal geteilt. Sprich: 75 Euro pro Stipendiat bleiben am Berliner Ministerium hängen. 2015, wenn der Anteil der Stipendiaten von heute 1,8 Prozent der Studenten auf 10 Prozent gestiegen sein soll, wird das Projekt bei Bund und Ländern mit je 225 Millionen Euro zu Buche schlagen.

In Nordrhein-Westfalen, wo sich die Landesregierung inzwischen zum Alleingang entschlossen hatte, muss das Land für die gesamten 300 Euro aufkommen. Immerhin: Das Programm läuft. Seit diesem Wintersemester können sich Studenten zwischen Bonn und Bielefeld direkt an der Hochschule um eine Begabtenförderung bewerben. Wichtig sind vor allem die Abiturnote und für höhere Semester gute Leistungen in den ersten Uni-Jahren.

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